Fortsetzung auf guter Basis und Kompetenz

Ziehen an einem Strang für die Hörregion (von links): Claudia Schomaker, Hauke Jagau, Anke Lesinski-Schiedat, Erwin Jordan, Martin Kinkel und Hörregions-Geschäftsführer Nils Meyer.

Projekt Hörregion verknüpft Bildung und Gesundheit

Region. Akteure zum Thema Hören zusammenbringen, gemeinsam für das Hören sensibilisieren, präventiv arbeiten: Mit diesen Ansprüchen hat das Projekt Hörregion als neue Marke im vergangenen Jahr begonnen. Die Bilanz ist rundweg positiv: „Die Idee ist tragfähig. Wir haben in diesem ersten Jahr viele Menschen mit Veranstaltungen rund um das Hörorgan erreicht und Kooperationen befördert, die ohne die Hörregion nicht zustande gekommen wären“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. „Wir haben als Standort so viele Kompetenzen rund um das Hören – es ist nur folgerichtig, dass wir das Thema angepackt haben, um das Profil der Region Hannover zu schärfen.“
Auch Sozialdezernent Erwin Jordan, verantwortlich für das Projekt Hörregion, ist zufrieden: „Wir haben im ersten Jahr viele Partner gewonnen, die sich aktiv beteiligen. Damit haben wir eine gute Basis auch für länger wirksame Vorhaben. Unter anderem ist ein umfassendes Projekt zur Gesundheitsprävention in Vorbereitung. Uns ist wichtig, Menschen zu ermutigen, ihr Hörorgan zu schützen und im Fall nachlassender Hörfähigkeit schnell zu handeln.“
Rund 40 Veranstaltungen standen 2016 im Jahresprogramm der Hörregion: Von konzertanten Lesungen über Vortragsreihen, einer Fachtagung und einem Live-Hörspiel bis zum Entdeckertag.
Mit Erfolg sind auch zwei Projekte in Schulen gestartet: In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hörzentrum und Sennheiser electronic GmbH wurden in vier Grundschulen Projekttage zu Hören initiiert und gestaltet. Zudem war die Hörregion mit Unterstützung des Deutschen HörZentrums an einem Projekt der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und von Musikland Niedersachsen beteiligt, bei dem der Zugang zu zeitgenössischer Musik in Schulen vermittelt wurde.
Professorin Anke Lesinski-Schiedat vom Deutschen Hörzentrum der Medizinischen Hochschule Hannover sagt: „Als Kliniker und Forscher wissen wir um die Bedeutung der rechtzeitigen Versorgung von Kindern mit Hörstörungen. Da gibt es keine abwartende Haltung – übrigens auch bei Erwachsenen nicht.“
Alle Termine im Projekt Hörregion sind auf der Internetseite der Region Hannover zu finden, darunter Informationen zum Tinitus.