Französische Schüler zu Gast

Schnell haben die IGS- und Gast-Schüler die ersten Aufgaben erledigt. (Foto: G. Gosewisch)

Neugier auf deutsche Gewohnheiten mitgebracht

Langenhagen (gg). „Sie sind gut angekommen“, sagt Isabel Wagemann-Steidel, IGS-Fachbereichsleiterin Sprachen, nach der Begrüßung der 14 Austauschschüler aus Le Trait (Normandie). Gemeinsam mit ihrer französische Kollegin Christine Gille (Lehrerin im Fach Deutsch) bildet sie schon ein eingespieltes Team bei der Organisation des Schüleraustauschs, hat diesen von elf Jahren gegründet. Dennoch ist beiden eine Anspannung anzumerken – eine Mischung aus herzlicher Freude über den Besuch und Druck der Verantwortung, für ein interessantes Programm zu sorgen. Kein Problem sei es, so Christine Gille, interessierte Schüler zu finden, die teilnehmen wollen. Ganz im Gegenteil, eher werde die Reise als eine Belohnung angesehen, nach dem Lernen der Vokabeln. „Cool, macht Spaß“, so der Tenor unter den Schülern. Dass sie mit Interesse bei der Sache sind, zeigt schon die erste gemeinsame Arbeit im Klassenraum. Vertieft in die Aufgaben sitzen die Franzosen, Jahrgang sieben, und die Deutschen, Jahrgang acht, beieinander beim Ausfüllen von Arbeitsblättern. Geübt werden dabei Vokabeln, die beim Kennenlernen gebraucht werden. Neugierig sind die Gastschüler insbesondere auf die hiesige Stimmung in der Adventszeit. „In Frankreich wird nicht so üppig wie bei uns dekoriert“, sagt Isabel Wagemann-Steidel. Ein Ausflug zum Weihnachtsmarkt nach Goslar soll daher besondere Eindrücke liefern. „Und natürlich müssen die Schüler dazu auch etwas schreiben“, sagt Christine Gille, verspricht aber auch nachsichtig zu sein, wenn noch nicht alles fehlerfrei gelingt, denn ihre Schüler lernen erst seit zwei Jahren deutsch. Ein weiteres Ausflugsziel ist das Phaeno in Wolfsburg, wo Exponate ausprobiert oder gezeigt werden. Da ist es nicht schlimm, wenn noch Vokabeln fehlen. Besichtigt wird zudem der hiesige Flughafenbetrieb. „Ich wollte auch etwas für technisch Interessierte bieten“, sagt Isabel Wagemann-Steidel zu ihrer Organisation. Die Lehrerinnen Caroline Brandau und Sophie Pigné leisten die Rundum-Begleitung. Untergebracht sind die französischen Schüler bei Gastfamilien - die beste Basis, um deutsche Lebensgewohnheiten zu erleben, so die Erfahrung. Rund 750 Familien haben nach Hochrechnung von Isabel Wagemann-Steidel und Christine Gille in den vergangenen elf Jahren über den Schüleraustausch zueinandergefunden.