"Frauen – hier und anderswo"

Anka Zinks Programm handelt von Sehnsucht.

Frauenkulturfest in der Volkshochschule am 11. März

Langenhagen. Das neue Programm des Frauenkulturfests ist erschienen - diesmal unter dem Motto „Frauen – hier und anderswo“.
Das Fest findet am Freitag, 11. März, im VHS-Treffpunkt, Konrad-Adenauer-Straße 17, statt und beginnt um 17.30 Uhr mit der Eröffnung der Ausstellung „Frauen in Indien“. In Zusammenarbeit mit der Organisation terre des hommes werden Fotografien des Berliner Fotografen Nicolaus Schmidt gezeigt, die den Alltag indischer Frauen in abgelegenen Dörfern wie auch in den Armenvierteln der Millionenstädte zeigen. Seine Porträtserien reflektieren ihre Situation zwischen Tradition, Religion und Moderne. Trotz der schwierigen Lage zeigen in Indien gerade die ärmsten Frauen oft ein erstaunliches Selbstbewusstsein. Nicolaus Schmidt war Vorsitzender von terre des hommes Deutschland und hat bei zwei längeren Reisen durch Zentral- und Nord-Indien etliche lokale Fraueninitiativen und terre des hommes-Partnerprojekte besucht.
Um 18Uhr stellt die Journalistin und Autorin Christina Bylow ihr Buch „Die verratene Generation“ vor. Bylow weist auf die Diskriminierung der Babyboomer-Frauen hin: Die Frauen der Geburtsjahrgänge 1955 bis 1970 starteten als erste Frauengeneration Deutschlands mit einer guten Ausbildung in ein Leben, das ihnen gleiche Chancen und Rechte wie den Männern versprach. Die Karrieren vieler dieser Frauen endeten oft abrupt, wenn sie Kinder bekamen. Anschließend wurde ihnen der erneute Zugang zum Arbeitsmarkt deutlich erschwert - und nach einer Scheidung trugen sie die finanzielle Verantwortung für sich und die halbwüchsigen Kinder. Heute sehen hunderttausende Frauen der Altersarmut entgegen. Christina Bylow spricht über Rentenungerechtigkeit, die Entfremdung zwischen Männern und Frauen - und darüber, was diese Frauengeneration dennoch geleistet hat.
Der Eintritt kostet zehn Euro. Am Ende des Vortrags erwartet die Anwesenden ein Büffet.
Die Kabarettistin Anka Zink lädt für 20 Uhr zu ihrem Programm „Leben in vollen Zügen“ ins daunstärs. Es handelt von der Sehnsucht, der Routine zu entfliehen – und der Erleichterung, sie endlich wieder zu haben. Als Kabarettistin permanent „on Tour“, ist sie Fachfrau für Stauumfahrung und abgebrochenes Navi-Update, überbuchte Flüge, entwicklungsbedürftige Bahn-Apps, ausverkaufte Speisewagen und natürlich für die unausweichliche Frage aller Fragen: „Na, wie war‘s?“
Der Eintritt kostet 15 Euro.
Karten für die Lesung und das Kabarett gibt es in der VHS-Geschäftsstelle im Eichenpark, in der Buchhandlung C. Böhnert sowie gegebenenfalls an der Abendkasse.