Frauenpolitische Themen und geselliger Ausklang

Mit Spaß beim Neujahrsempfang dabei waren Birte Rohles (von links), Maria Flachsbarth, Petra Mundt und Caren Marks. (Foto: G. Gosewisch)

Sause beim 18. Frauenneujahrsempfang im Rathaus

Langenhagen (gg). Der große Frauen-Jahresempfang, der traditionell immer an verschiedenen Orten in der Region ausgerichtet wird, wurde am vergangenen Freitag im Langenhagener Rathaus gefeiert. 250 Damen aus Vereinen oder Verbänden waren von der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten der Region eingeladen, sich zu informieren, zu unterhalten und auch zu feiern. Referentin Birte Rohles von der Menschenrechtsorganisation "Terre des femmes" sprach zum Thema Frauenfeindlichkeit und Diskriminierung in der Werbung. Überzeugt waren die Zuhörerinnen, dass es sich lohnt, sich gegen Missstände wie dieses zu engagieren. „Auch im Arbeitskreis arbeiten wir immer wieder an Themen, die eigentlich nicht neu sind, wie beispielsweise die Durchsetzung der geschlechter-gerechten Sprache“, erklärt Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region, „doch oft haben wir das ungute Gefühl, dass sich Klischees wieder aufbauen und wir in der Durchsetzung schon mal weiter waren. Für die Familie die Karriere aufgeben – das können sich heute weniger Männer vorstellen, als noch vor 20 Jahren.“ Mit den 21 Gleichstellungsbeauftragen in den Kommunen der Region trifft sie sich einmal im Monat zur Beratung, wie den Forderungen, die für die Gesellschaft unbequem sind, Gehör verschafft werden kann. Petra Mundt sprach Lob an die Langenhagener Gleichstellungsbeauftragte Anne Kirchenbüchler aus. Ebenso Bürgermeister Friedhelm Fischer in der Begrüßung: „Sie ist eine kritische und faire Mitarbeiterin. Ihre Tätigkeit ist eine Notwendigkeit und Bereicherung für Langenhagen.“
Weiterarbeiten will Petra Mundt auch politisch: „Der Knackpunkt wird die Abschaffung der Minijobs sein, die die größte Falle für Frauen in Bezug auf eine unabhängige Berufs- und Lebensplanung sind.“
Um den Frauen „den Rücken zu stärken“ und bewährte Gesprächspartnerinnen aus den Vereinen zu treffen waren die Bundestagsabgeordneten Caren Marks (SPD) und Maria Flachsbarth (CDU) gerne beim Empfang dabei. Sie freuten sich auch auf den traditionell geselligen Abschluss, die Band „Mango & Papaya“ spielte flotte Tanzmusik. Die wurde wie in jedem Jahr genutzt. Petra Mundt ergänzt: „Tanzen bis in den späten Abend gehört dazu, im vergangenen Jahr hat der Regionspräsident Hauke Jagau als DJ an den Plattentellern gestanden.“