„Freude verbreiten“

Inspiration, die Bücher entstehen lässt, liefert Jack-Russel-Terrier Paul. (Foto: G. Gosewisch)

Erzählsymbiose zwischen Hund und Herrchen

Langenhagen (gg). „Da ich ein waschechter Langenhagener bin und fast regelmäßig meinem Herrchen über die Schulter gucke, wenn er euer Echo liest, habe ich mir mal so meine Gedanken gemacht.“ Mit diesem E-Mail-Text kündigte Jack-Russel-Terrier Paul einen Besuch der ECHO-Redaktion an und brachte sein Herrchen, Hans-Georg Neumann, gleich mit.
„Alles meins und alles gewonnen, also alles bestens. Paul, ein Jack Russel erzählt“ heißt der Titel eines neuen Buches, das just entstanden ist. Bei der Frage nach dem Autor schauen sich Hans-Georg Neumann (Herrchen) und Paul (Jack-Russel-Terrier) reflexhaft an, aber die Antwort ist nicht klar, denn es ist eine Symbiose. „Ich konnte nur schreiben, weil ich die Perspektive des Hundes angenommen habe“, sagt Hans-Georg Neumann. So habe Paul mit wachem Blick und bester Nase die Menschen studiert. Seine Erfahrungen mitzuteilen, sei Herrchen ein Anliegen gewesen. Immerhin erfülle der Hund einen klaren Auftrag, nämlich dem Herrchen nach dem Ausstieg aus dem Manager-Berufsleben den Ruhestand erträglich zu machen.
Die Erziehung laufe schon seit zwei Jahren und eine Entwicklung sei klar zu spüren. Autor Hans-Georg Neumann bestätigt, nun spontaner zu sein, was zu mehr Lebensfreude führe. Ohnehin sei die ständige Bewegung, die der Hund braucht, auch für Menschen sehr förderlich. Hans-Georg Neumann ergänzt: „Es ist belebend, und Freude zu verbreiten ist einfach gut.“ Das habe nicht zuletzt die zufällige Begegnung mit dem bekannten Karikaturisten Uli Stein gespiegelt, der Mut gemacht habe, das Buch zu veröffentlichen.