Friedensgebete zu Grenzerfahrungen

Das Organisationsteam der Friedensandachten mit (von links) Pastorin Marieta Blumenau, Horst Hartwig, Niklas Kleinwächter und Gabriele Hahn-Hartwig.

Abendandachten während der Friedensdekade in der Emmauskirche

Langenhagen. Während der Ökumenischen Friedensdekade vom 8. bis zum 18. November 2015 finden montags bis sonnabends, jeweils um 18 Uhr, Friedensandachten in der Emmauskirche am Sonnenweg statt. Die Dekade beginnt am Sonntag, 8. November, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Paulus- Kirche. Am Volkstrauertag, 15. November, finden in beiden Gemeinden parallel um 10 Uhr Friedensgottesdienste statt. Am Buß- und Bettag, 18. November, endet die Friedensdekade mit einem Regionalgottesdienst um 18 Uhr in der Emmaus-Kirche und einem anschließenden Vortrag des Theologen Maik Schwarz über den Alltag zwischen Religion und Politik in Jerusalem.
Die Ökumenische Friedensdekade 2015 steht unter dem Titel „Grenzerfahrung“. Im vergangenen Jahr zählte das UN-Flüchtlingshilfswerk rund 60 Millionen Flüchtlinge weltweit, die Hälfte davon Kinder. Die Ursachen für Flucht und Migration sind vielfältig: Kriege, Armut, Ungerechtigkeit, religiöse und ethnische Intoleranz, Wirtschaftskrisen oder Umweltkatastrophen zwingen die Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Kirche und Gesellschaft tun viel, um die Flüchtlinge aufzunehmen, die Fluchtursachen dürfen darüber aber nicht vergessen werden.
„Es ist wichtig, für den Frieden zu beten“, sagt Niklas Kleinwächter, Mitorganisator der Friedensgebete. „Selbst wenn wir in einem sicheren Land leben, hat es in der jüngeren Vergangenheit doch noch nie so viele gewaltsame Konflikte und Kriege gegeben wie in unserer Gegenwart.“ Seit den 1980er Jahren findet die Ökumenische Friedensdekade immer in den Tagen vor dem Buß- und Bettag statt. Die Bewegung möchte mit Gebet und konkretem Handeln dem Wunsch nach Frieden Ausdruck verleihen und den Menschen in ihrem Engagement Halt und Stärke geben.
Die abendlichen Friedensgebete finden im Altarraum der Emmauskirche statt; Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Die Termine und Inhalte der Andachten im Einzelnen:
Sonntag, 8. November, 10 Uhr: Eröffnungsgottesdienst in der St.-Paulus-Kirche Langenhagen (Gestaltung: Dr. Frank Foerster, Horst Hartwig, Gabriele Hahn-Hartwig); Montag, 9. November, 18 Uhr: „Was ich tun kann“, 3. Mose 19,33-34 (Marieta Blumenau); Dienstag, 10. November, 18 Uhr: „Salz sein“, Markus 9, 49-50, Niklas Kleinwächter und Freunde; Mittwoch, 11. November, 18 Uhr: „Einladung an Widersacher“, 2. Könige 6, 8-23 (Dr. Frank Foerster); Donnerstag, 12. November, 18 Uhr: „Vertrauen“, Sacharja 4, 1-6 (Arndt Spicza); Freitag, 13. November, 18 Uhr: „Band des Lebens“, Genesis 1, 1-5 (Horst Hartwig); Samstag, 14. November, 18 Uhr: „Mauer“, Psalm 33, 4-5 und 12-20 (Gerhard von Lingen); Sonntag, 15. November, 10 Uhr: Gottesdienst in den Gemeinden Emmaus und St. Paulus; Montag, 16. November, 18 Uhr: „Einhalt und Einsicht“, 3. Mose 24, 17-21 (Gabriele Hahn- Hartwig); Dienstag, 17. November, 18 Uhr: „Mich aufmachen“, Lukas 15, 11-32 (Gabriele Hahn- Hartwig und Hannah Röhrig).