"Friedliches Miteinander muss möglich sein"

Kam mit vielen Eindrücken aus Israel zurück: Rainer Fredermann.

Fredermann kehrt von sechstägiger Delegationsreise nach Israel zurück

Langenhagen. Als ebenso lehrreich wie nachdenklich stimmend bezeichnet der Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann die Eindrücke seiner sechstätigen Delegationsreise nach Israel, die die Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion unter anderem nach Haifa, Jerusalem, Bethlehem und die Nordgrenze sowie den Golan führte. 70 Jahre nach Kriegsende ist der Nahe Osten weit von einer friedlichen Koexistenz der Völker entfernt.
"Beeindruckt hat mich das beharrliche Streben unserer Gesprächspartner, in Frieden und Sicherheit eine Zukunft für das Land und die Region zu gestalten. Ich habe die Hoffnung auf einen langfristigen Frieden im Heiligen Land, sehe jedoch auf Seiten der Palästinenser und der Israelis kaum Ansätze die Sichtweise der jeweils anderen Seite zu verstehen bzw. zu akzeptieren.", so Fredermann. Beispiele für den ungebrochenen Unternehmergeist und Bauwillen waren vielerorts zu sehen. Davon konnte Rainer Fredermann sich unter anderem im Hafen von Haifa sowie auf den Golanhöhen ein Bild machen.
Tief bewegt zeigte sich Fredermann vom Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem. "Wenigen Gedenkstätten gelingt es in ähnlich eindringlicher Weise, das Grauen der Shoa den Besuchern vor Augen zu führen. Sie zeigt, dass wir auch in unseren Orten
der Erinnerung wie in Bergen-Belsen die Geschichte lebendig halten und darin mitwirken müssen, dass so etwas nie wieder geschieht." Die Geschehnisse in Syrien und im angrenzenden Nordirak zeigten, wie ein Machtvakuum Rechtlosigkeit erzeugt und unzählige Menschenleben fordert.
Rainer Fredermann verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass sich die Sicherheitslage vor Ort bald verbessert. Der Besuch einer Polizeistation in Jericho sowie der Gedankenaustausch mit einem Bischof der griechisch-orthodoxen Gemeinde ermöglichten einen guten Überblick über die Herausforderungen der Zukunft. "Ein friedliches Miteinander von Juden, Muslimen und Christen muss möglich sein. Während unserer Reise haben wir die Hindernisse näher kennen gelernt. Eine zwei Staatenlösung scheint weit entfernt zu sein. Deutschland sollte weiterhin als guter und verlässlicher Partner Israels agieren und auch die Palästinenser bei einem friedlichen Aufbau Ihrer Strukturen unterstützen", meinte Fredermann.