Frische Luft und fröhlich sein

Helene Müller gehört zu den ältesten Bürgerinnen in Langenhagen. Hier im Kreise der Familie mit den Urenkeln Aaron (5), Emma (6) und Mathilde (3) sowie mit Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr (rechts). Foto: E. A. Nebi

Helene Müller wurde jetzt 100 Jahre alt

Langenhagen (ne). Elisabeth Helene Marie Müller, geborene Skoeris, feierte am vergangenen Mittwoch im Kreise ihrer Familie sowie einigen engen Freunden und Bekannten einen seltenen Geburtstag. Die stets nur Helene gerufene Jubilarin wurde 100 Jahre alt. Seit 2001 lebt sie in Kaltenweide an der Lindenstraße in einer eigenen Wohnung, aber im Hause ihres Sohnes Helmut mit vier Generationen unter einem Dach. Auch das ist heute selten. Vor ihrem Umzug nach Kaltenweide wohnte sie in Hannover, wo sie mit zwei Schwestern als Halbwaise aufwuchs. Nach dem Schulbesuch erlernte sie als Heranwachsende außerhalb der „Provinzialhauptstadt Hannover im Lande Preußen“ bei einer Landwirtin die Anfangsgründe des Kochens und der Haushaltsführung. Anschließend besuchte sie die gewerbliche Berufsschule in Hannover. Es schloss sich eine erfolgreiche Lehre als Köchin an. 1933, Hitler war gerade an die Macht gekommen, machte sie mit Freundinnen einen Ausflug nach Kaltenweide. Nichtsahnend, dass sie hier einmal ihren Lebensabend verbringen sollte. Auf diesem Ausflug lernte sie nämlich ihren späteren Ehemann, Friedrich („Fritz“) Müller kennen, den sie 1938 heiratete. Am 2. April fand die Trauung in der damals namenlosen, heutigen Elisabeth-Kirche statt, denn in Kaltenweide gab es noch keine örtliche Kirchengemeinde. 1942 wurde ihr Sohn Helmut geboren, der 1968 die Heidjerin Elli Mattheis heiratete. Beide kümmerten sich fortan um die Jubilarin, die heute Mittelpunkt einer Familie mit zwei Enkeln, Schwiegerkindern und vier Urenkeln ist. Anlässlich ihres Geburtstagstages hielt ihr Sohn eine Ansprache, in der er betonte, dass er und seine Frau, die lange das örtliche DRK leitete, vor dem Umzug der Mutter ihr die Bedingung gestellt hätten, sie könne bei ihnen wohnen, aber nur wenn sie in Kaltenweide ihren 100. feiere. Nun, Oma Helene, der man ihr Alter wirklich nicht ansieht, versprach es und hielt Wort! Sie ist noch immer rüstig und besucht regelmäßig die Seniorennachmittage des DRK. Nach dem Geheimnis ihres Alters gefragt sagte sie: „Viel frische Luft und fröhlich sein“ .Zum Geburtstag gratulierte im Namen der Stadt Langenhagen und des Ortsrates Kaltenweide Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr. Lange unterhielt er er sich mit der Jubilarin, die seit zehn Jahren Witwe ist, über deren interessantes Leben in zwei Jahrhunderten, Auch das ECHO-Team wünscht viel Glück und Gesundheit für die weiteren Lebensjahre.