Frühzeitiges Einschreiten

Mehr Polizei am Himmelfahrtstag

Langenhagen. Die Polizei wird am Himmelfahrtstag, insbesondere in den Bereichen Isernhagen, Langenhagen, Neustadt und Wunstorf sowie auch im Citybereich von
Hannover, präsent sein. Durch frühzeitiges und konsequentes Einschreiten soll für Sicherheit rund um die beliebten Ausflugsziele gesorgt und dem Alkoholmissbrauch, insbesondere Minderjähriger, entgegengewirkt werden.
In den vergangenen Jahren haben sich der Hufeisensee in Isernhagen, der Wietzepark in Langenhagen, die Weiße Düne im Neustädter Ortsteil Mardorf sowie die Strandterrassen in Steinhude als Treffpunkte für Alkoholmissbrauch erwiesen.
Die Polizei verzeichnete eine steigende Anzahl von Straftaten sowie eine
zunehmend aggressive Stimmung.
Nach ähnlichen Erfahrungen in den Städten Langenhagen, Wunstorf und Neustadt sowie der Gemeinde Isernhagen haben die Kommunen in Zusammenarbeit mit der Polizei Allgemeinverfügungen erlassen, die beispielsweise ein Verbot hinsichtlich des Konsums bestimmter alkoholischer Getränke in festgelegten Bereichen beinhalten, das Abspielen von Musik oder den Aufenthalt an bestimmten Örtlichkeiten ab gewissen Zeitpunkten untersagen. Diese Konzepte haben sich mittlerweile insofern bewährt, dass hierdurch einer speziell in den
Nachmittag-/Abendstunden aufkommenden aggressiven Stimmung
entgegengewirkt werden konnte. Um allen Feiertagsausflüglern, vor allem aber Familien, einen erholsamen und friedlichen Tag zu ermöglichen, wird die Polizei
deutliche Präsenz zeigen, nötigenfalls frühzeitig kontrollieren und gegebenenfalls einschreiten. Ziel ist es, gefährliche Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen.
Die Beamten werden weiterhin gezielt Kontakt zu Jugendlichen suchen und diese auf Gefahren sowie Folgen des Alkoholmissbrauchs hinweisen. Je nach Situation obliegt es den Polizisten, betrunkene Minderjährige in Obhut zu nehmen und deren Eltern zu informieren. Sollten diese nicht die Möglichkeit haben, ihre Schützlinge bei einer Dienststelle abzuholen, werden diese kostenpflichtig nach Hause
transportiert oder - je nach Einzelfall - an das zuständige Jugendamt übergeben. Im Rahmen der letztjährigen Einsätze hatten die Polizisten mehrere schwer alkoholisierte Minderjährige festgestellt - trauriger Spitzenreiter im Jahr 2016 war ein 17-Jähriger mit 2,87 Promille Atemalkohol. Neben Einsatzkräften der Polizei werden zum Teil auch Mitarbeiter der Städte präventiv im Bereich der Ausflugsziele unterwegs sein.