Fünf Abgeordnete gehen nach Berlin

Hendrik Hoppenstedt holt sich wieder das Direktmandat

Langenhagen (ok). Er erstreckt sich von Wunstorf bis Burgdorf im Norden der Landeshauptstadt: Der Wahlkreis 43 Hannover-Land I, zu dem auch Langenhagen gehört, ist in der nächsten Legislaturperiode des Deutschen Bundestages gleich mit fünf Abgeordneten vertreten. Das Direktmandat holte sich wie schon 2013 Hendrik Hoppenstedt (CDU). Der frühere Burgwedeler Bürgermeister setzte sich mit 40,1 Prozent der Stimmen klar gegen seien Mitbewerberin Caren Marks (SPD) durch, die auf 33,1 Prozent und damit wahlkreisweit auf etwa 12.500 Stimmen weniger kam. Völlig gegen den Trend lagen die beiden in Langenhagen, wo 74,6 Prozent zur Wahl gegangen sind, fast gleichauf; Hoppenstedt (36,5 Prozent) hatte gegenüber Marks (34,4 Prozent) lediglich einen Vorsprung von rund 600 Stimmen. Caren Marks zieht aber über die Landesliste (wie schon 2013) wieder in den Deutschen Bundestag ein. Die Wedemärkerin gehört dem Parlament seit 2002 an, in den ersten drei Legislaturperioden mit einem Direktmandat. Und in den nächsten vier Jahren vertreten die Sozialdemokratin und der Christdemokrat nicht allein den Wahlkreis; es wird gleich drei weitere Abgeordnete geben: Über ihre jeweilige Landesliste kamen Grigorios Aggelidis (FDP), Dieter Dehm (Linke) und Dietmar Friedhoff (AfD) in den Deutschen Bundestag. Friedhoff und Aggelidis stammen kurioserweise beide aus Evensen bei Neustadt. Die AfD erreichte in Langenhagen 12,2 Prozent; im Bereich am Pferdemarkt erhielt die Partei sogar 20,9 Prozent der Zweitstimmen. Offenbar ihr regionsweit bestes Ergebnis, und auch in Schulenburg waren es 15,1 Prozent. Die CDU kam in der Flughafenstadt auf 32 Prozent, die SPD auf 28,4 Prozent. Die FDP landete bei 9,0 Prozent und damit knapp hinter dem Bundestrend, die Grünen bei 7,3 Prozent und die Linke bei 7,0 Prozent, legte damit zwei Prozentpunkte zu. Die restliche Parteien lagen alle unter einem Prozentpunkt. Hendrik Hoppenstedt zeigte sich sehr zufrieden, dass er als einziger Christdemokrat in den vier Wahlkreisen in Hannover-Stadt und -Land seinen Wahlkreis direkt holen und seinen Vorsprung auf Caren Marks sogar noch vergrößern konnte. In seiner Heimatstadt Burgwedel erreichte Hendrik Hoppenstedt sogar mehr als 52 Prozent der Stimmen. Caren Marks schnitt rund fünf Prozent schlechter als noch vor vier Jahren ab, lag aber dennoch deutlich über dem Bundestrend der Sozialdemokraten. Sie räumt ein, dass die SPD ihr Wahlziel verfehlt habe. Zum Abschneiden der AfD sagt die Sozialdemokratein: „Das Abschneiden der AfD bedeutet eine Zäsur für die Politik in unserem Land. Das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik sind rechtsextreme Kräfte im Deutschen Bundestag vertreten.“