"Für die Bespaßung zuständig"

Die angehenden Schulsportassistenten setzten sich mit Theorie und Praxis auseinander. (Foto: O. Krebs)

Schulsportassistenten sollen Vorbilder mit Verantwortungsgefühl sein

Langenhagen (ok). Sicherheit, Ordnung, Souveränität – drei Eigenschaften, die nach Auffassung Jörg Beismanns vom Regionssportbund Schulsportassistenten auszeichnen. Sie sollen Vorbild sein und ihre Verantwortung als "Erfüllungsgehilfe" ernst nehmen. Dann seien sie auch aus der Haftung raus, das Restrisiko versicherungstechnisch abgesichert. Die Aufsichtspflicht spiele natürlich eine große Rolle, die Schulsportassistenten hätten in etwa die Funktion eines Co-Pilot im Cockpit eines Flugzeuges. Die drei "R" Rettungswagen, Rechtsanwalt und Richter könnten jederzeit ein Thema werden. Jens Beismann: "Die Gruppe muss immer im Auge behalten und Minderjährige dürfen niemals allein gelassen werden." Das Projekt Schulsportassistent ist Teil eines Wahlpflichtkurses "Verantwortung übernehmen", das mit der Ausbildung zum Konfliktschlichter in der neunten Klasse startet. IGS-Sportlehrer Jens Goldschmidt: "Die Schulsportassistenten unterstützen die Lehrkräfte, begleiten die Lehrkräfte, können aber auch im Verein aktiv werden. Seit Anfang des Schuljahres läuft vierstündig in der Woche die Vorbereitung auf den Job des Schulassistenten; mit den 16 Stunden kurz vor Halbjahresende ist das Ende dann erreicht. Jens Goldschmidt ist froh: "Viele der 19 Schüler haben schon Vorerfahrungen aus Sportvereinen mitgebracht." Organisieren, der Umgang mit Kindern und Konfliktmanagement gehören genauso zu den Inhalten der Ausbildung wie etwa Stations- und Geräteaufbau. Kurz gesagt: "Die Mädchen und Jungen machen die Erfahrung der Entwicklung von einem bespaßten Sportler bis zu einem, der für die Bespaßung zuständig ist, hin."