„Für die Warnsignale sensiblisieren“

Unterstützen die Parkinson-Selbsthilfegruppe, wo sie nur können: die Apotheker Christina Lübcke und Kai Girwert. (Foto: O. Krebs)

Themen-Vortrag über Parkinson am Dienstag, 6. September, ab 16 Uhr

Langenhagen (ok). Die Krankheit bleibt oft unerkannt, oft sind Rückenschmerzen die ersten Symptome. „In Deutschland sind etwa 400.000 Erkrankte bekannt, die Dunkelziffer ist fast doppelt so hoch“, weiß Apotheker Carsten Lambrich. Die Rede ist von Parkinson – früher als „Schüttellähmung“ bekannt. Betroffen sind etwas ein Prozent der 60-Jährigen und zwei Prozent der 80-Jährigen. Jeden ersten Dienstag
trifft sich bereits seit 20 Jahren die Parkinson-Selbsthilfegruppe in der City-Apotheke, begleitet und unterstützt von Apothekerin Christina Lübcke, die sich ständig und intensiv mit dem Thema auseinandersetzt. Und zum runden Geburtstag will das Team der City-Apotheke im CCL noch mehr für das Thema und die Krankheit sensibilisieren, lädt für Dienstag, 6. September, zu einem Themen-Vortrag mit dem Titel „(Er)kennen Sie Parkinson?“ ein. Um 16 Uhr geht es großen Saaldes
Anni-Gondro-Pflegezentrums im Eichenpark los; nach einer kurzen Begrüßung wird Apotheker Kai Girwert etwa eine Dreiviertelstunde lang von den ersten Symptomen zu Krankheit und Therapie der Parkinson-Erkrankung referieren. Die Krankheit, unter der zum Beispiel auch Prominente wie die Schauspieler Ottfried Fischer und Michael J. Fox leiden. Carsten Lambrich: „Uns geht es bei der Veranstaltung vor
allen Dingen darum, für die Warnsignale der Krankheit zu sensibilisieren und unsere Gruppe bekannter zu machen.“ So müssten sich Parkinson-Erkrankte oft nachsagen lassen, dass sie betrunken seien, weil sie so taumelten. Das Team derCity-Apotheke und die Parkinson-Selbsthilfegruppe wollen eine Plattform bieten, motivieren, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Davon gibt es in Deutschland schon eine Menge für alle möglichen Krankheitsbilder; etwa
neun Prozent der Bevölkerung ist in einer Selbsthilfegruppe organisiert. Deshalb besteht am 6. September nach dem Vortrag die Möglichkeit, sich mit Betroffenen auszutauschen. Um eine telefonische Anmeldung für den kostenlosen Vortrag unter der Telefonnummer (0511) 72 80 40 wird gebeten.