"Für einen Strich mehr in der Landschaft"

Mit vereinten Kräften wurden die Wurzelballen im Uferbereich eines Tümpels auf dem Truppenübungsgelände zum Schutz der Kreuzkröte entfernt. (Foto: R. Stankewitz)

Pflegeeinsatz bei den Kreuzkröten absolviert

Langenhagen. Auf den Magerrasenwiesen an der Kugelfangtrift ist das letzte Vorkommen der Kreuzkröte in Hannover zu finden. Gemeinsam mit der NAJU Hannover und der Helfen AG des Gymnasiums Langenhagen traf sich die Naturschutzjugend des NABU Langenhagen dort an den Kleingewässern, um bei einem Pflegeeinsatz den Lebensraum der seltenen Amphibie zu erhalten. Im Rahmen des Projektes "Für einen Strich mehr in der Landschaft" sollen auch in Langenhagen passende Lebensräume für eine Wiederansiedlung der Kreuzkröte geschaffen werden.
Die Kreuzkröte zählt zu den streng geschützten Arten gemäß Bundesnaturschutzgesetz und ist auf der Roten Liste der gefährdeten Amphibien in Niedersachsen inzwischen in der Kategorie zwei als "stark gefährdet" geführt. Ein typisches Erkennungsmerkmal für sie ist der gelblich-weiße Streifen auf ihrem Rücken. An der Kugelfangtrift sind während der Laichzeit von April bis Mai die beeindruckenden Konzerte der Froschlurche zu hören. Ihr Ruf schallt dabei mehrere hundert Meter weit. Da Kreuzkröten auf flache, vegetationsarme und besonnte Tümpel als Laichgewässer angewiesen sind, wurden während des mit der unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bereich Bundesforst abgestimmten Pflegeeinsatzes an drei Kleingewässern Birken, Weiden und Erlen an den Ufern entfernt. Bereits im letzten Jahr hatte die Helfen AG des Gymnasiums Langenhagen hier gute Vorarbeit geleistet. Mit vereinten Kräften wurden nun die Wurzeln gerodet. Dabei entstanden auch offene Bodenstellen mit lockerem Boden, die die Kreuzkröte zum Eingraben benötigt. Bevor es zur abschließenden Mittagspause mit Gemüseeintopf, Tee und Kuchen ging, brachten die Helfer das Holz an den Wegerand, von wo es vom Landschaftspflegehof der Region Hannover abtransportiert werden wird. „Der Pflegeeinsatz war ein voller Erfolg und hat mit der Gruppe viel Spaß gemacht", berichtet Einsatzleiter Ricky Stankewitz abschließend über die gelungene Aktion. Ende Mai können sich die Jugendlichen bei einer weiteren Tour an die Kleingewässer vom Erfolg ihres Einsatzes überzeugen – denn der wird dann deutlich hörbar sein.