"Für speziell auserkorene Gruppen"

AfD lehnt Förderprogramme für Kinder mit Fluchterfahrung ab

Langenhagen (ok). Förderprogramme scheinen nicht unbedingt das Ding der AfD-Fraktion im Rat der Stadt Langenhagen zu sein. Die fünf Politiker lehnten sowohl die Förderrichtlinie Quik zur Beschäftigung von zusätzlichen Fach- und Betreuungskräften in Kindergartengruppen als auch Mittel aus dem Bundesförderprogramm "Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung" ab. Inm ersten Fall sollen insbesondere Kindertagesstätten mit einer hohen Zahl an Kindern mit Fluchterfahrung oder Kindern, die aufgrund ihrer Herkunft kein oder nur wenig Deutsch können, sollen personelle Verstärkung erhalten und so bei der Integration und Sprachförderung unterstützt werden. Und auch das zweite Programm ist besonders für Kinder mit Fluchterfahrung gedacht. Für die AfD, die befristete Verträge kritisiert, würden so zusätzliche Kräfte für speziell auserkorene Gruppen bereit gestellt. Es sei schon so weit, dass wir uns anpassen müssten, so Sven Hoffmann sinngemäß. Dirk Musfeldt (Grüne) nahm Hoffmann sinngemäß diese Sorge. Allerdings sei es wissenschaftlich erwiesen, dass Flüchtlingskinder besser Deutsch lernten, wenn sie ihre eigene Muttersprache beherrschten. Beide Programme fanden bei den übrigen Ratsmithgliedern wegen ihres Beitrages in Sachen Integration große Zustimmung.