Für Wunden, die nicht heilen

Eine kleine Feierstunde zum fünf-jährigen Bestehen des Wundzentrums: Michael Neubauer (von links), Karsten Glockemann und Susanne Glockemann. (Foto: G. Gosewisch)

Fünf Jahre Wundzentrum in der Paracelsus-Klinik

Langenhagen (gg). So genannte chronische Wunden werden im Wundzentrum in der Paracelsus-Klinik behandelt. Etwa fünf von hundert Patienten sind davon betroffen und haben erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität. „Wenn Wunden nicht heilen und offenbleiben, sollte fachübergreifend ärztlich behandelt werden. Das ist hier gegeben“, erklärt Karsten Glockemann. Der Chirurg führt zusammen mit seiner Frau Susanne Glockemann, Radiologin, eine Gemeinschaftspraxis in Hannover. Als „unkoordiniertes Arbeiten“ hat Karsten Glockemann die Behandlung von schwierigen Wunden lange erlebt - Grund genug für ihn, eine bessere Hilfe anzubieten. Daher hat er das Wundzentrum aufgebaut. Stationär können Patienten hier behandelt werden, Operationen sind möglich, Internisten und plastische Chirurgen arbeiten zusammen. „Eine offene Wunde ist ein Symtom für eine Krankheit – Diabetes, Herzkrankheiten und vieles mehr muss im Zusammenhang gesehen werden“, sagt Glockemann. „Wir erleben oft, dass das Problem an Pflegedienste delegiert wird, das funktioniert nur bis zu einem bestimmten Grad. Patienten mit chronischen Wunden sind meist unterversorgt“, so die Einschätzung von Michael Neubauer als medizinischer Leiter der Paracelsus-Klinik bei der Gratulation zum fünf-jährigen Bestehen des Wundzentrums. Das hat sich neben dem Dienst am Patienten der Fortbildung verschrieben und hat sich zu einem Studienzentrum entwickelt. Zwei Mal im Jahr treffen sich Spezialisten aus ganz Europa in Langenhagen, um Erfahrungen auszutauschen.