Für zukünftige Techniker und Ingenieure

Vanessa Präger, Auszubildende bei Sennheiser, informierte über Kopfhörer und Mikrofone.Foto: D. Lange

„1.Tag der Technik“ im Gymnasium Langenhagen

Langenhagen(dl) Jugendliche für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu begeistern, das ist das Ziel der Stiftung NiedersachsenMetall und des MINT-Kooperationsnetzwerkes, die mit diesem Informationstag in erster Linie den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 11 und 12 aus den naturwissenschaftlichen Profilen und den Physik-Leistungskursen der Oberstufen Impulse für ihre Berufsorientierung geben möchten (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). 230 Schüler der Gymnasien Langenhagen, Burgwedel sowie der IGS Langenhagen und einiger Realschulen in Hannover-Nord konnten sich im Vorfeld über die Themen informieren und sich für die Vorträge anmelden. In diesen Vorträgen der Referenten als Vertreter der beteiligten Betriebe wie etwaSennheiser, Reemtsma, MTU oder Kind Hörgeräte sowie Hochschulen und Institutionen wie die „Agentur für Arbeit“ und natürlich in Gesprächen mit den Referenten erfuhren die Schüler viele Anregungen und wertvolle Tipps für die Wahl ihres Berufs. Die einzelnen Vorträge wurden von den Schülern durchwegs positiv aufgenommen und als sehr interessant und hilfreich bezeichnet, sowohl von denen, deren Berufswahl bereits in etwa feststeht als auch von den Schülern, die sich noch orientieren wollen.
Barbara Schneider von der Stiftung NiedersachsenMetall, die den Tag der Technik geplant hat, freut sich über die gute Resonanz auf den Informationstag am Gymnasium und berichtete begeistert von dem Gastvortrag über Hochfrequenztechnik von Vladimir Gorelik, Ingenieur bei Sennheiser Electronik, der anschaulich „Physik zum Anfassen“ darstellte und damit die Zuhörer zu fesseln wusste. Es sei „mucksmäuschenstill gewesen und alle hätten gebannt zugehört“.
Die Kooperation von Schulen und Betrieben gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn die Firmen benötigen mehr denn je qualifiziertes Personal. Deshalb gehen die Betriebe in die Schulen und bieten darüber hinaus vermehrt Betriebspraktika auf verschiedenen Ebenen an, um die Schüler frühzeitig auf den Berufsalltag vorzubereiten. So werden in Firmen wie MTU und anderen Betrieben in der Metall- und Elektroindustrie Wirtschaftsplanspiele für angehende Ingenieure durchgeführt, die zeigen, das es nicht nur auf Kenntnisse in Naturwissenschaft und Technik ankommt, sondern dass der Erfolg im Beruf auch von kaufmännischen Dingen abhängt. Diese „Management Information Games“ richten sich an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufen. Das Erlernen von technischen und ökonomischen Zusammenhängen und das trainieren von Schlüsselqualifikationen wie Präsentations- und Teamfähigkeit ist auch für Werner Knabe ein wichtiger Faktor des berufsorientierten Unterrichts. Werner Knabe ist Fachlehrer am Gymnasium Langenhagen und dort im Fachvorsitz Politik-Wirtschaft und zuständig für die Organisation der Betriebspraktika. Er sagt: "Begeisterung für den Beruf, Fachwissen und Teamfähigkeit gehören mit zu den wichtigsten Voraussetzungen für einen beruflichen Erfolg." Die Wege dahin sind vielfältig:
Da ist einmal die klassische dreijährige Lehre, auf höherer Ebene die Fachhochschulausbildung sowie das Studium an einer technischen Universität oder auch die Kombination mit einer praktischer Ausbildung, dem Dualen Studium, welches die Möglichkeit bietet, die Kenntnisse aus dem Bachelor-Studiengang in der praktischen Ausbildung anstatt in einem- anschließenden- Masterstudium zu vertiefen.
Ganz am Anfang ihrer Ausbildung bei Sennheiser ist Vanessa Präger. Sie ist im ersten Lehrjahr und berät zusammen mit ihren Kollegen am Sennheiser-Stand die Schüler über die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten im technischen und kaufmännischen Bereich bei diesem für Auszubildende sehr beliebten Hersteller von Mikrofonen und Kopfhörern in der Wedemark.