Fundsachen in bare Münze verwandelt

Auf Zeichen und Zuruf lief die Fundsachen-Versteigerung im Rathaushof am Marktplatz. (Foto: G. Gosewisch)

Erstaunlich viele Fahrräder versteigert

Langenhagen (gg). Die Fundsachen-Versteigerung der Stadtverwaltung auf dem Rathaushof am Marktplatz ging flott voran. Es hat nur rund zwei Stunden gedauert, dann waren 39 Fahrräder verkauft; dabei war die Zahl der Interessierten überschaubar. „Die Fundstücke sind aus dem gesamten Stadtgebiet und den Ortschaften zusammengetragen“, erklärt Christian Köster vom städtischen Team Ordnungswesen. Ganz unterschiedlich sei das Auffinden. „Da rufen Anlieger an und melden herrenlose Fahrräder am nächsten Zaun, oder sie fallen liegen gelassen irgendwo im Grün auf“, erklärt er. Es folgt eine Abstimmung mit der Polizei, um die Besitzer zu ermitteln, was selten gelinge. Die Stadtverwaltung habe dann eine Aufbewahrungspflicht der Fundstücke. Fristen müssen gewahrt werden. „Aber dann müssen wir Platz schaffen, denn ständig wird wieder etwas gefunden. Der Strom reißt nicht ab“, sagt Christian Köster. Für die 39 Fahrräder, darunter auch Kinderfahrräder und ein Laufrad, wurden in der Stadtkasse 930 Euro Einnahmen gebucht, für die 16 „allgemeinen Fundsachen“, darunter Navigationsgeräte, leere Koffer, eine Bohrmaschine und ein Babysitz 142 Euro. Das Höchstgebot bei den Rädern lag bei 180 Euro; manche Räder wurden für fünf Euro verkauft. Bei den allgemeinen Fundsachen gab es für die Bohrmaschine mit 23 Euro das höchste Gebot. Der Erlös der Versteigerung betrug insgesamt 1.072 Euro und entspricht damit ungefähr dem Durchschnittserlös. Zwei Mal pro Jahr gibt es die Fundsachen-Versteigerung der Stadtverwaltung, die nächste wird im September sein.