Fußballlprofi und UNICEF-Pate Julian Draxler belagert

Erfüllte gern jeden Schülerwunsch: Fußballnationalspieler Julian Draxler. (Foto: O. Krebs)

Mehr als 67.000 Euro sind beim UNICEF-Lauf für Kenia-Projekt zusammengekommen

Langenhagen (ok). Er hat seine Feuertaufe mit Bravour bestanden. Erst seit September ist Fußball-Nationalspieler und Weltmeister Julian Draxler vom VfL Wolfsburg UNICEF-Pate, hatte bei der Abschlussveranstaltung für den diesjährigen Lauf an der IGS Langenhagen seinen ersten Auftritt. Und der 23-Jährige machte seinen Sache richtig gut, hatte sich vorher Gedanken gemacht und sich offensichtlich intensiv mit dem Spendenprojekt, bei dem Jugendliche durch Sport in Kenia erreicht werden sollen, beschäftigt. Eine Idee, die UNICEF zusammen mit der Dirk-Nowitzki-Stiftung entwickelt hat. Und was liegt in diesem Fall näher, als dass ein Profisportler die frohe Botschaft in Sachen Spendensumme verkündet. Für Draxler war der Weg zum UNICEF-Paten ein Prozess, der auch in Brasilien während der Weltmeisterschaft weitergegangen ist. Dort habe er viel Elend gesehen. Genauso wie bei einem früheren Aufenthalt mit der Westfalenauswahl in Namibia. Da er wisse, wie gut es einem Fußballprofi gehe, wolle er gern helfen. UNICEF sei dabei ein verlässlicher und starker Partner. Und die UNICEF-Läufe, die 1992 in Langenhagen ihren Ursprung hatten, sind eine wahre Erfolgsgeschichte. Im Laufe der Jahrzehnte sind etwa 270.000 Kilometer gelaufen worden; mehr als 1,1 Millionen Euro zusammengekommen. Die aktuellen Zahlen aus Langenhagen vom Lauf im September: 2.436 Läufer haben etwa 21.000 Kilometer absolviert. Eine beachtliche Leistung, die insgesamt 67.725 Euro eingebracht hat. Ganz vorn dabei war unter anderem Pia Götz aus der 7.6 der IGS Langenhagen, die allein rund 2.000 Euro erlaufen hat. Der prominente Gast vom VfL Wolfsburg war begeistert vom Engagement der Mädchen und Jungen beim Schülerlauf, nur alle zusammen könnten etwas bewegen. „Bleibt wieder am Ball für Kinderrechte“, gab Julian Draxler ihnen mit auf den Weg bei der Abschlussveranstaltung, die von der Bläserklasse der 10.6 musikalisch umrahmt wurde. Auf den Weg machen konnte er sich allerdings nicht so schnell; der Kicker musste nicht nur vor Beginn, sondern auch nach der Veranstaltung unzählige Autogramme schreiben, musste sich regelrecht durch die Schülermengen kämpfen. Das wirkte bei ihm aber keinesfalls wie eine lästige Pflicht, Draxler blieb immer freundlich und erfüllte den Kids jeden Autogramm- und Selfie-Wunsch. Doch dann musste auch Julian Draxler gehen und sich auf die Autobahn nach Wolfsburg begeben. VfL-Cheftrainer Valérien Ismael hatte zum Training gebeten.