Galgenfrist für Seniorenbeirat

Langenhagen (ok). Der 17. Mai wird doch nicht – wie ursprünglich angekündigt – der letzte Tag des Seniorenbeirates sein. Vorgeschichte: Der Rat der Stadt Langenhagen hatte in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass die Mitglieder des Seniorenbeirates wegen einer geringen Anzahl an Kandidatinnen und Kandidatinnen dieses Mal berufen und nicht gewählt werden sollen. Ein Verfahren, mit dem nach Aussage der Vorsitzenden Christa Röder keiner der 13 potenziellen Beiratsmitglieder einverstanden. Alle wollen von den Bürgern der Stadt gewählt werden, die älter als 60 Jahre sind.„Wir wollen aber auch nicht, dass der Seniorenbeirat bald nicht mehr existiert“, sagt Röder. Deshalb bleibe der Seniorenbeirat bis zu einer ordnungsgemäßen Wahl interimsmäßig im Amt. Diese könnte beispielsweise im Herbst stattfinden. Die Vorsitzende Christa Röder hat sich beim Landesseniorenrat über die verschiedenen Wahlmodi informiert. Dort habe sie die Auskunft bekommen, dass es im Wesentlichen um drei Arten gehe: Urwahl, also Direkt- oder Briefwahl, Delegiertenwahl oder eben Berufung. 225 Seniorenvertretungen gibt es in Niedersachsen, nach Auskunft des Landesseniorenrates ist keine von ihnen berufen worden . Langenhagen wäre also eine Premiere. In einem Schreiben, dass der Landesseniorenrat an Christa Röder geschickt hat, heißt es: „Sollten dem Ratsmitgliedern der Stadt Langenhagen Seniorenvertretungen bekannt sein, die vom Rat bestimmt oder ohne Wahl berufen wurden, so bitten wir, uns doch diese namentlich zu benennen.“ Und weiter: „Wir sind als Landesseniorenrat stolz darauf, dass unsere 225 Seniorenvertretungen in ihr Ehrenamt gewählt wurden.“ Nicht gewählte Beiräte könnten nicht Mitglied im Landessniorenrat werden. Der derzeitige Seniorenbeirat gibt sich durchaus kompromissbereit; über eine Verkleinerung könne durchaus nachgedacht werden.