Gas- und Benzingeruch wahrgenommen

Die Prüfungen an der Hans-Böckler-Straße waren allesamt positiv.

16 Einsatzkräfte und Stadtentwässerung an der Hans-Böckler-Straße im Einsatz

Langenhagen. Der Bewohner eines an der Hans-Böckler-Straße gelegenen Wohnhauses nahm am Mittwochvormittag unbekannte Gerüche aus dem Waschbecken wahr. Die Besatzung des daraufhin alarmierten Messzuges der Stadtfeuerwehr konnte auf dem gesamten Grundstück, aber insbesondere im Wohnhaus, Benzingeruch feststellen.
Einsatzleiter Marcel Hofmann setzte zunächst einen Messtrupp im Wohnhaus ein, um mit einem Mehrgasmessgerät möglicherweise gefährliche Gaskonzentrationen nachzuweisen. Die Messungen zeigten in allen Etagen eine explosionsfähige Atmosphäre. Die Messungen an den Abflüssen (Waschbecken und so weiter) zeigten sogar höhere Werte. Eine Garage auf dem Grundstück wurde weiterhin geöffnet. In diesem Bereich war ein Benzingeruch wahrnehmbar, die Messungen verliefen allerdings negativ.
Auf Grundlage der vorgenommenen Messungen wurde ein unterirdisch verlaufender Abwasserwasserkanal weiter erkundet. Auch hier war benzinartiger Geruch bereits mit der geschulten Nase auszumachen. Die Wasseroberfläche schimmerte ferner. Die Ortsfeuerwehr Langenhagen wurde um 11.54 Uhr nachgefordert, um einerseits das Wohnhaus zu belüften und andererseits spezielle Dichtblasen in den Abwasserkanal einzusetzen. Das Einsetzen von zwei Blasen war im Verlauf nicht erfolgreich, so dass das verschmutzte Wasser weiterfließen konnte. Durch die zwischenzeitlich eingetroffene Stadtentwässerung Langenhagen (SE) wurde schlussendlich eine Blase platziert.
Allerdings zeigte eine Erkundung durch Mitarbeiter der Stadtentwässerung, dass die schillernde Oberfläche bereits im Abwasserkanal im Stadtteil Wiesenau festgestellt werden konnte. Die Besatzung des Messzuges nahm weitere Messungen des Regenwassers vor. Dabei kam ein spezielles Prüfröhrchen zum Einsatz, das die Konzentration von Benzolen misst. Die Prüfungen waren allesamt positiv.
Die Hans-Böckler-Straße war südlich der Einmündung Gieseckenkamp für etwa eineinhalb Stunden voll gesperrt. Die Ursache wurde nicht ermittelt. Im Einsatz waren 16 Einsatzkräfte, die Polizei und die Stadtentwässerung Langenhagen.
Hinweis: Die Bewohner und Besucher der Stadtteile Brink, Langenforth und Wiesenau werden eindringlich gebeten, keine brennenden oder glühenden Gegenstände in Gullis zu werfen.