Gegen Übersexualisierung

Freie Wähler: Gerriet Kohls informiert

Kaltenweide. Die Freien Wähler Niedersachsen positionieren sich gegen die Einführung der sogenannten „sexuellen Vielfalt“ im Unterricht an Grundschulen. Hintergrund ist der Vorstoß der rot-grünen Landtagsfraktion mit der Drucksache 17/1333 dieses Jahres. Die Regierungskoalition unter Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verfolgt damit nach Ansicht der Freien Wähler eine erhebliche Ausweitung des schulischen Sexualkundeunterrichts. Sie mutmaßen, dass der Zeitpunkt zwischen der Fußballweltmeisterschaft und den Großen Ferien mit Bedacht gewählt wurde, ist doch auch den Landespolitikern in Niedersachsen klar, welch ein Aufschrei ein gleich gelagertes Vorhaben in Baden-Württemberg verursacht hat.
Die Freien Wähler wollen, dass in der Grundschule die grundlegenden Kulturtechniken auf dem Stundenplan stehen: Rechnen, Schreiben, Lesen - zum Ausgleich Sachunterricht, Sport und Kreatives. Damit werden die Kinder schon mehr als genug beansprucht. Gesellschaftliche Probleme, die Förderung der Interessen von Minderheiten und politischer Ideologien aller Art, haben außen vor zu bleiben. Kinder interessiert das im vorpubertären Alter nicht.
Gerriet Kohls aus Kaltenweide, Bezirksvorsitzender der Freien Wähler Hannover, erklärt: „Die Eltern werden im Grunde von Staat und Gesellschaft allein gelassen. Sie tragen zwar die Erziehungsverantwortung für ihre Kinder, aber aus allen Kanälen dröhnt es bunt und laut mit Gewalt- und Sexdarstellungen. Jetzt soll auch noch die Grundschule dabei mitmachen? – ein Raum, der eigentlich Schutz und Geborgenheit für die Kinder bieten sollte!“
Die Freien Wähler vertreten den Standpunkt, dass die sexuelle Aufklärung im jungen Grundschulalter verfrüht ist und mehr Schaden anrichtet, als das sie nutzt. Die bisherige Schulpraxis soll daher nicht verändert werden. Der Sexualkundeunterricht ist, wie bislang bereits gesetzlich vorgeschrieben, zwischen Elternhaus und Schule abzustimmen.