Geht Agco Finance wirklich?

Diskussion über aktive Pflege der Wirtschaftsförderung für Top-Unternehmen

Langenhagen (ok). Hätte die Verwaltung das Unternehmen Agco Finance in der Stadt halten können? Bürgermeister Mirko Heuer denkt das nicht, die Stadt habe sich bemüht, aber das Kommunikationsverhalten von Agco Finance sei auch nicht gerade optimal gewesen. Gleichwohl räumt er ein, dass auch Fehler gemacht worden seien, das Thema mit der schnelleren Internetverbindung, die das Unternehmen gefordert habe, sei nicht aktiv genug angegangen worden. Doch verlässt das Unternehmen wirklich, wie beim Termin mit den beiden SPD-Politikern Marco Brunotte und Marc Köhler (das ECHO berichtete) die Stadt. Das scheint noch nicht gemachte Sache zu sein, denn nach Auskunft des Bürgermeisters ist der Mietvertrag noch nicht gekündigt worden. Das habe eine Rücksprache mit dem Vermieter ergeben. Aus der Agco-Geschäftsführung gab es zu dieser Entwicklung keinen Kommentar. Aber, wenn es so sein sollte, ist es für den Verwaltungschef kein Beinbruch. Unternehmen kämen und gingen, das sei ein dynamischer Prozess. Aber natürlich werde er verstärkt einen Blick auf die Top-20-Unternehmen in der Stadt werfen und passende Konzepte stricken. Unterstützung fand er dabei bei Jens Mommsen (BBL) und dem unabhängigen Ratsherrn Wilhelm Behrens. Die beiden kritisierten Heuers Vorgänger Friedhelm Fischer scharf. Er habe sich zu sehr um Logistiker bemüht, die viel Fläche verbrauchten und wenig Gewerbesteuer einbrächten. Mommsen: „Solche Unternehmen wollen vom Chef hofiert werden und nicht vom Mitarbeiter des Mitarbeiters.“