„Geht es auch eine Nummer kleiner?“

Deutlich vergrößert wird die Kreuzung Stadtweg und Hannoversche Straße für die Zufahrt zum geplanten Feuerwehr-Gerätehaus.

Großer Kreuzungsausbau für neues Gerätehaus

Langenhagen (gg). Zustimmung gab es in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses zur Vergrößerung der Kreuzung „Hannoversche Straße / Stadtweg / Bohlwiese“ - eine Notwendigkeit vor dem Bau des neuen Feuerwehr-Gerätehauses. Für eine gute Verkehrsanbindung wird die bisher spitzwinklige Einmündung des Stadtwegs rechtwinklig zur Hannoverschen Straße angelegt und dreispurig ausgebaut. Die Hannoversche Straße erhält in Fahrrichtung Norden zusätzlich eine Fahrbahn für Linksabbieger. Eine Ampel soll Fußgängern und Radfahrern das Überqueren ermöglichen. Der vorhandene Geh- und Radweg auf der Ostseite erhält eine Breite von 2,50 Meter und auf der Westseite von vier Metern. Insgesamt müssen zehn Bäume gefällt werden.
Seitens der Stadtverwaltung leitet Anette Mecke die Durchführung der Baumaßnahme. Sie versicherte, dass ein zusätzlich erhöhtes Verkehrsaufkommen bereits eingeplant sei. Es könne entstehen, wenn beim MTV im Verlauf des Stadtweges Sportveranstaltungen stattfinden. Zudem sei möglich, dass auf einer Freifläche noch ein Lebensmittelmarkt entsteht, der dann gut erreichbar sein soll. Eine Absage erteilte sie dem Votum der Ortsräte zum gleichzeitigen Ausbau des Stadtwegs. Maßnahmen wie eine B-Plan-Änderung seien dafür nötig und zeitraubend. Ziel sei, dass noch vor Gerätehaus-Baubeginn der Straßenausbau fertig werde. Stadtbaurat Carsten Hettwer ergänzte: „Der Stadtweg-Ausbau kann nachlaufen.“ Ratsherr Lutz Döpke (CDU) sprach sich für eine bedarfsgerechte Ampelschaltung für Verkehr aus, der von der Bohlwiese auf die Hannoversche Straße fließt. Die sogenannten Induktionsschleifen unter der Fahrbahndecke einzubauen, die das gewährleisten, wurde ihm vom Stadtbaurat zugesagt. Ratsherr Wolfgang Langrehr (SPD) merkte an, dass eine Fußgänger-Aufstellfläche zwischen den Fahrbahnen fehle. Er sagte: „Eine Ampel für Fußgänger ist gut, aber problematisch, wenn sie ausfällt, denn dann haben Fußgänger gar keine Rechte.“
Ratsherr Michael Horn (Grüne) gab die Dimensionen zu bedenken, in denen mit dem Ausbau asphaltiert wird. “Geht es auch eine Nummer kleiner?“, fragte er. Antwort gab Carsten Hettwer: „Von einer kleineren Ausführung haben hinzugezogene Experten ausdrücklich abgeraten.“ Die Straßenbau-Maßnahme ist mit 300.000 Euro kalkuliert.