Gemeinsamer Blick nach vorn

Vergnügen bereitet dem Ehepaar Walter der diamantene Hochzeitstag. So soll es weitergehen. (Foto: G. Gosewisch)

Werner und Agnes Walter feiern diamantene Hochzeit

Langenhagen (gg). „Wir planen schon die nächsten fünf Jahre“, so die Perspektive, die für Werner und Agnes Walter anlässlich ihrer diamantenen Hochzeit wichtig ist. Sie schauen in die Zukunft, haben schon jetzt Pläne für die Feier zum 65. Hochzeitstag. Spaß macht ihnen der 60. Hochzeitstag aber gleichermaßen. Die Gratulation der Familie, der Bekannten und Freunde sowie die Gratulation seitens der Stadtverwaltung, der Region und des Landes Niedersachsen, überbracht durch Langenhagens stellvertretenden Bürgermeister Willi Minne, haben sie gerne entgegen genommen.
„Dies ist eine urkomische Familie“, sagt Agnes Walter mit einem erfrischenden Lachen und erklärt die Weitläufigkeit, die sich schon aus der Vielzahl der Geschwister ergibt. Sie selbst ist Nesthäkchen, Halbgeschwister sind quasi eine Generation älter. Sie hat ihren zukünftigen Mann Werner im Familiengeflecht kennengelernt, da war sie erst 15 Jahre alt. Die erste Begegnung war offensichtlich verbindend, denn neben Briefen folgten weitere Besuche. Dafür radelte Werner Walter auch mit dem Fahrrad von Hannover bis nach Rüdershausen im Eichsfeld, mehr als einhundert Kilometer. Die Gegebenheiten der Nachkriegszeit spielten für das Paar, denn um Arbeit zu finden, zog Agnes Walter vom Eichsfeld nach Hannover - zunächst zu Verwandten. Im Jahr 1955 wurde geheiratet, da war sie 23 Jahre alt, Werner Walter war 27 Jahre alt.
In der Siedlung am Buschkamp hat das Ehepaar Walter im Jahr 1957 ihr Zuhause gefunden, bis heute. „Leider sind frühere Nachbarn nur noch vereinzelt da, hier hat sich viel verändert. Früher kannte ich Jeden und jede Ecke in Langenhagen. Nun ist das anders, dicht zugebaut“, sagt Werner Walter mit Blick auf seine Berufsjahre. Als Haus- und Reparaturmeister war er für alle notwendigen Reparaturen gerüstet. Im Jahr 1949 hat er in Langenhagen Beschäftigung gefunden. Der gebürtige Posener war zunächst Bauhelfer im Betrieb Erich Fischer. Agens Walter hat nur vier Jahre für die Kindererziehung beruflich ausgesetzt, zwei Töchter, Gudrun und Petra, sind in Langenhagen groß geworden. Seit 1969 war sie bei Bahlsen in Vollbeschäftigung. Nach der Pensionierung verbrachte das Paar mehr Zeit im Ferienhäuschen in der Nähe von Celle. Das genossen insbesondere die drei Enkelkinder. Grillen, Blaubeeren ernten oder Pfifferlinge sammeln – die Natur war ein Erholungsraum, auch in Form von langen gemeinsamen Spaziergängen. Die unternehmen sie nun seltener. Geblieben ist über alle Jahre die Musik. Werner Walter spielt Mandola, hat im Langenhagener Zupforchester mitgewirkt - eine Passion, die er an seine Tochter Petra Hopfner weitergegeben hat. Sie spielt Mandoline im Landeszupforchester.