"Generelles Glasverbot ist unverhältnismäßig"

So rigoros geht die Stadtverwaltung im österreichischen Bregenz vor.Foto: B. Schaumann

ECHO-Leser Bernd Schaumann brachte Anregung vom Bodensee mit

Langenhagen (ok). Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Oder sogar Erfahrungen mit nach Hause nehmen. Der Langenhagener Bernd Schaumann – seit 53 Jahren in der DLRG – war am Bodensee unterwegs. Im österreichischen Bregenz ist er etwa 50 Meter vom Ufer entfernt auf ein Schild gestoßen, das auf ein "absolutes Glasverbot" hinweist. Für Schaumann eine Idee, die sich aus seiner Sicht durchaus auch in der Flughafenstadt umsetzen ließe. Gerade, wenn er an die vielen Schnittverletzungen im Sommer am Silbersee denke. So einfach scheint die Sache in Langenhagen jedoch nicht zu sein. "Die Stadtverwaltung ist für konstruktive Hinweise dankbar. Allerdings wäre es unverhältnismäßig, würde sie wie die Stadt Bregenz für (bestimmte) Naherholungsbereiche ein generelles Glasverbot einführen", sagt Juliane Stahl, Pressesprecherin der Stadt Langenhagen. Denn: Der Strandbereich am Bodensee ist ein Kiesstrand, auf dem Glas viel schneller als auf einem Sandstrand zerschellt und sich Scherben meist nur von Hand entfernen lassen. Der Silbersee verfügt hingegen über einen Sandstrand. Dieser Bereich werde jährlich gesiebt, was weitaus einfacher und kostengünstiger sei. Zudem sei das Glas im Sand leichter zu sehen und zu entfernen. Der Strand am Silbersee sei natürlich auch kleiner, die "Hinterlassenschaften" daher naturgemäß kleiner. Und generell bleibe festzuhalten: Laut Zeitungsberichten kontrolliert in Bregenz ein privater Sicherheitsdienst dass das Glasverbot eingehalten wird. Extern vergebene Aufgaben verursachen in der Regel aber auch weitere Kosten. Juliane Stahl weiter: "Und um ähnlich wie in Bregenz eine Verordnung erlassen zu können, benötigt die hiesige Verwaltung einen politischen Beschluss. Nur mit diesem kann die Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Langenhagen geändert werden."