Gerda Negraßus ist die 67.

Kennt Gerda Negraßus schon seit vielen Jahren: Bürgermeister Mirko Heuer, für den es der erste Eintrag ins Goldene Buch der Stadt war, den er begleitet hat. (Foto: O. Krebs)

Ehrenvorsitzende des Kulturrings trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein

Langenhagen (ok). Eines ist sicher: Inflationär geht die Stadt Langenhagen nicht mit dem Eintrag in ihr Goldenes Buch um. 66 Frauen und Männer waren es bisher, die sich seit 1984 mit ihrer Unterschrift verewigen durfte; Gerda Negraßus war die 67. in der Reihe. Der letzte Eintrag liegt auch schon wieder mehr als drei Jahre zurück. Veronika Sauer, Gründerin der Langenhagener Tafel, und 14 Jahre lang ihre Vorsitzende war es. Zu den Geehrten zählte unter anderem auch die frühere Doppelspitze im Rathaus, bestehend aus Waltraud Krückeberg und Klaus Rosenzweig, Ehrenbürger Lothar Schuldt, Musikdirektor Ernst Müller, Claus Holtmann, Gründer des Wirtschaftsklubs, der mehrfache Geher-Weltmeister der Senioren, Karl Degener, und auch Ernst August Nebig, langjähriger freier Mitarbeiter des Langenhagener ECHO. Sie alle wurden für ihre besonderen Verdienste in und um die Stadt Langenhagen gewürdigt. Denn abgesehen von der Ehrenbürgerwürde ist der Eintrag in das goldene Buch die höchste Auszeichnung, um Bürgerinnen und Bürger zu würdigen. Das machte auch Bürgermeister Mirko Heuer – ausnahmsweise für den besonderen Anlass mit Stoffhose und Schlips gekleidet und mit der Bürgermeisterkette um den Hals – deutlich: „Der Eintrag in das goldene Buch ist kein Streuartikel, und wir überlegen uns schon sehr genau, wer seine Unterschrift in dieses Buch setzen darf.“ Bei Gerda Negraßus strahle das ehrenamtliche Engagement auch über die Stadtgrenzen hinaus; der Bundespräsident hat ihr Engagement im vergangenen Jahr mit dem Verdienstkreuz am Bande gewürdigt. Mirko Heuer: „Und was dem Bundespräsidenten sein Verdienstkreuz ist, ist der Stadt Langenhagen ihr goldenes Buch.“ Seit 47 Jahren ist Gerda Negraßus eine feste Größe in Sachen Kultur in Langenhagen, ihr Name ist beispielsweise eng mit dem Chorwesen verknüpft. Etwa 20 Jahre lang war sie als Noten- und Kassenwartin im Gemischten Chor Brink-Langenhagen aktiv, wurde schließlich zum Ehrenmiglied ernannt. Zur Ehrenvorsitzenden ernannte sie sogar der Langenhagener Singkreis, bei dem sie von 1995 bis 2010 Vereinsvorsitzende war An der Planung des ersten Kulturfestivals in Langenhagen war Gerda Negraßus maßgeblich beteiligt. Ein Jahr später wurde dann der Langenhagener Kulturring ins Leben gerufen, und die erste Vorsitzende hieß natürlich auch Gerda Negraßus. Im August dieses Jahres hat sie den Vorsitz dann an Anneke Bazuin übergeben, ist jetzt dort auch Ehrenvorsitzende. Und nicht zu vergessen: Als Nicht-Ratsmitglied hat sie viele Jahre lang ihren Erfahrungsschatz im Bildungs- und Kulturausschuss weitergegeben. Aber es ist nicht nur die Kultur, die Gerda Negraßus besonders am Herzen liegt. 1998 trat sie in den Verein Hilfe für das junge Leben ein, der sich für Kinder aus den Kriegsgebieten im ehemaligen Jugoslawien einsetzt und humanitäre Hilfe leistet. Aktiv setzt sie sich seit vielen Jahren für die Partnerschaft zwischen Bijeljina und Langenhagen ein, nimmt regelmäßig bosnische Jugendliche für einen zweiwöchigen Ferienaufenthalt auf und reist selbst jedes Jahr mit verschiedenen Reisegruppen nach Bosnien. „Dieses Engagement, diese Bereitschaft, ein oder wie in ihrem Fall gleich mehrere Ehrenämter zu übernehmen und in Projekten mitzuwirken, tut unserer Gesellschaft richtig gut“, so Bürgermeister Mirko Heuer. Im Text im Goldenen Buch heißt es wörtlich und treffend zusammengefasst: „Seit 47 Jahren engagiert sich Gerda Negraßus in vielfältiger Weise, insbesondere im kulturellen Bereich, für das Gemeinwohl in Langenhagen. Ihr besonderes Engagement gilt dabei dem Kulturring Langenhagen e.V., den sie als Gründungsmitglied mit ins Leben gerufen und als 1. Vorsitzende 21 Jahre lang mit viel Energie geleitet und auch maßgeblich geprägt hat. Damit hat sie den Kulturring zu einer wichtigen kulturellen Institution in Langenhagen gemacht.“