Gerechte Ampeln

Langenhagen (gg). Ein örtliches Ansinnen aus Engelbostel hat nun stauauflösende Folgen an der Theodor-Heuss-Straße. Zum Hintergrund: Das Für und Wider von sogenannten Bedarfsampeln wurde im Verkehrsausschuss diskutiert. Bedarfsampeln sind solche, die für den Kraftverkehr sofort Rot anzeigen, wenn Fußgänger per Knopfdruck für sich Grün anfordern. In Langenhagen gibt es insgesamt sechs solcher Ampeln. Sie sind werktags nutzbar und am Wochenende abgeschaltet. Der Ortsrat Engelbostel fordert die Nutzbarkeit der Ampel an der Straße Alt-Engelbostel/Wilhelm-Hirte-Straße auch am Wochenende, weil Kindern der Sinn der Ampel sonst nicht zu vermitteln sei. Das bestätigte der Ausschuss, obwohl Anette Mecke, Fachdienstleiterin Verkehr und Straßen, Zahlen zu Verkehrsmengen vorlegte, wonach im Vormittagsbereich am Wochenende dort überhaupt keine Autos fahren. Sehr viele Autos fahren allerdings auf der Theodor-Heuss-Straße, wenn sonntags die An- und Abfahrt zum Flohmarkt oder zum Pferderennen läuft. Die Bedarfsampel dort bremst den Kraftverkehr zum Stillstand aus, weil viele Fußgänger unterwegs sind und permanent Grün anfordern. „Da muss was geschehen. Abgase und Krach aus dem PKW-Stau sind unerträglich“, meint CDU-Ratsherr Bernhard Döhner. „Endlich einmal richtig herum“, sieht dagegen Grünen-Ratsfrau Maren Brandt die Verkehrsteilnehmer belastet. Selber die Situation und den Stau schon erlebt hat Stadtbaurat Carsten Hettwer, so sein Hinweis in der Sitzung. Im Pressegespräch kündigte er an, dass seitens der Verwaltung nun eine Überprüfung vorgenommen wird. Absehbar sei, dass der Ampel-Takt verändert wird. Zumutbar sei eine längere Wartezeit für Fußgänger, damit der Kraftverkehr überhaupt abfließen kann.