Geschichten aus dem Leben

Peter Winkler war Gast an der IGS und erzählte von seinen Erlebnissen aus dem Jahr 1944.

Zeitzeuge erzählte IGS-Schüler vom Jahr 1944

Langenhagen. Nun war Peter Winkler, Bund der Vertriebenen in Niedersachsen, als Zeitzeuge in der IGS, um den Schülern der Geschichtsprüfungskurse des zwölften Jahrgangs über seine Flucht/Vertreibung aus Schlesien zu berichten. Peter Winkler war im Jahr 1944 als kleiner Junge mit seiner größeren Schwester und seiner Mutter aus seiner Heimat Legnica vertrieben worden. Sein Vater war im selben Jahr in Frankreich gefallen. Nach eineinhalbjähriger, teilweise dramatischer Flucht kam die Familie im niedersächsischen Rössing an, wo Peter Winkler noch heute lebt.
Die Schüler haben den ungefähr 50-minütigen, sehr eindrucksvollen Erzählungen interessiert zugehört, um im Anschluss sehr viele Fragen zum Schicksal der Vertriebenen sowie ihrer Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft zu stellen. Er selbst war über das „Interesse der jungen Leute“ sehr erfreut.
"Die Auseinandersetzung mit Zeitzeugen ist für die Schüler in besonderer Weise sinnvoll und interessant, da sie hier sehr authentische Zugänge jenseits der Schulbuch-Lektüre erleben", meldet IGS-Schulassustent Niels Thomsen. Wichtig und lohnend sei darüber hinaus die Möglichkeit, auch über die Perspektivität von Quellen nachdenken zu können. So sei diese Doppelstunde sicherlich eine bereichernde Abwechslung zur normalen Geschichtsstunde gewesen.