Geschoben, nicht gestorben?

Langenhagen (ok). Sind die Sanierungen der Straßen erst einmal komplett auf Eis gelegt oder nur verschoben? Darüber gingen die Meinungen in der jüngsten Ratssitzung auseinander. Während Jens Mommsen (BBL) in Sachen Abgaben der festen Auffassung ist, dass „Rot-Grün überlegt, wie sie noch mehr herauspressen kann“. Kam die Rechtfertigung promt. Marc Köhler, Fraktionschef der SPD, ließ das allerdings nicht auf sich sitzen: Die Steuern seien seit zehn Jahren nicht erhöht worden; für die Aufgaben, die anstünden, reichten die Steuern von vor zehn Jahren nicht. Für „unvorhergesehene Bedarfe“ seien ja 250.000 Euro im Ergebnishaushalt eingestellt, 200.000 Euro im Finanzhaushalt eingestellt worden. Elvira Drescher (Grüne) argumentierte dagegen im Sinne der Opposition und geht in ihrem Wahlbezirk Brink/Wiesenau nicht von Verschiebungen aus. Dafür heimste sie aus den Reihen der Christdemokraten Beifall ein. Bürgermeister Fischer dagegen betonte, dass Kürzungen nach einer Prioritätenliste eben nicht bedeute, dass die Projekte gestorben sondern nur geschoben seien.