Gesetzliche Anerkennung für Sternenkinder

Erweiterte Aufgaben für Langenhagener Stiftung

Langenhagen (gg). Die SPD-Bundestagsabgeordnete für den hiesigen Wahlkreis Caren Marks informiert über die jüngst einstimmig im Bundestag beschlossene Gesetzesänderung bezüglich sogenannter `Sternenkinder`. Dabei handelt es sich um Kinder, die mit unter 500 Gramm tot geboren wurden. Für die Eltern von Sternenkindern besteht nun erstmals die Möglichkeit, die Geburt beim Standesamt dauerhaft dokumentieren zu lassen und ihrem Kind damit offiziell eine Existenz und eine Beerdigung zu geben.
Eltern, die mit einer Fehlgeburt einen schweren Schicksalsschlag erlitten hatten, mussten bisher auch noch hinnehmen, dass ihr totes Kind behandelt wurde, als hätte es nie existiert. „Diese Neuregelung ermöglicht endlich einen würdigen Umgang mit Sternenkindern und hilft den Eltern bei der Bewältigung ihrer Trauer“, so Marks als familienpolitische Sprecherin. Das Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzesartikels wird in etwa zwei Wochen, mit der Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten, erwartet.
In Langenhagen hatte Eltern bisher nur durch das Engagement der Treuhandstiftung „Wir helfen!“die Möglichkeit, ihre Sternenkinder zu beerdigen. Auf dem Friedhof der Elisabethgemeinde wurde dafür mit Hilfe von Spenden und Sponsoren ein entsprechendes Grabfeld eingerichtet. An jedem letzten Freitag im April und im September findet die Beisetzung mit einer Trauerfeier statt. „Auch mit dem neuen Gesetz soll es das weiterhin geben“, bestätigt Norbert Naethe von der Stiftung Sternenkinder und weiter, „so haben Eltern auch die Möglichkeit, für ein spätes Auseinandersetzen mit dem Tod, die Trauer braucht oft Zeit.“