Gespräch über Katharina von Bora

St.-Paulus-Gemeinde lädt für 25. Mai ein

Langenhagen. Wer war die Frau, die zu oft im Schatten ihres Mannes steht, wenn über den Reformator Martin Luther und das Reformationsjubiläum 2017 gesprochen wird? Diese Frage wird am Mittwoch, 25. Mai, um 19.30 Uhr beim St.-Paulus-Abendgespräch an der Hindenburgstraße 85 erörtert. Es geht um Katharina von Bora. Mit ihr war Luther verheiratet, nachdem beide ihre Klosterdasein aufgegeben hatten. Als Referentin hat Pastor Frank Foerster die Lektorin der evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck Helga Thomas eingeladen. Sie sagt: “Luthers Käthe – Kein Mensch hätte je nach einer Katharina von Bora gefragt, wäre sie nicht auf geradezu abenteuerliche Weise Frau Luther geworden. Wer aber war diese junge Adelige, diese entlaufene Nonne, die es fertigbrachte, den Junggesellen Martin für sich einzunehmen, welcher sie oft seine Frau Dr. Käthe nannte?” Vieles von ihr wisse man bis heute nicht. Nur, dass sie eine Frau war, die bereits vor 500 Jahren unvorstellbar und beeindruckend emanzipiert ihren Weg ging. “Sie mischte mit, sie mischte sich ein,” sagt Helga Thomas, die sich intensiv mit Katharina von Bora beschäftigt hat. “Sie wirkte meist sehr im Hintergrund. Sie war die treue und kluge Gefährtin ihres Mannes, aber auch Wirtschafterin und vieles mehr.”
Der Abend wird musikalisch begleitet und in der Pause wird auch ein kleiner Imbiss angeboten. Frank Foerster wird zudem auf die geplante Reise „auf Luthers Spuren“ nach Rom hinweisen. 20 Teilnehmer haben sich schon angemeldet, es sind aber noch Plätze frei. Die sechstägige Studienreise wird vom 11. bis 16. November 2016 stattfinden.