Glänzende Reinigung bescheinigt

Nach Absprache mit dem Fachdienst Gebäudewirtschaft mit Marc Taubitz (hinten von links), Harald Hänigsen und Thomas Kopf legte das Team der Reinigungskräfte im vergangenen Jahr mit dem Projekt Eigenreinigung an der Brinker Schule los. (Foto: G. Gosewisch)

Projektbilanz für Büro, Kita und Schule

Langenhagen (gg). In 85 Objekten ist seitens der Stadtverwaltung für Sauberkeit zu sorgen. Gemeint sind Schulen, Kitas, Verwaltungsgebäude, Feuerwehren, Dorfgemeinschaftshäuser und weitere städtische Einrichtungen. Bisher beauftragte die Stadtverwaltung fünf Fachfirmen für die Gebäudereinigung und war mit der Leistung nicht in allen Bereichen zufrieden, die Ausführung ließ zu wünschen übrig. Immerhin beträgt das jährliche Reinigungsbudget rund 1,6 Millionen Euro, die Leistungsvergabe ist an Ausschreibungsrichtlinien gebunden. Üblich ist, dass es für Aufträge mehrjährige Verträge gibt. Im vergangenen Jahr liefen diese für drei Objekte aus, und die Stadtverwaltung schlug dem Rat ein Projekt zur „Reinigung mit eigenen Mitarbeitern (kurz Eigenreinigung)“ vor – in Nachbarkommunen gab es just Vergleichbares. „Das probieren wir mal aus“, war sinngemäß das Votum des Rates nach Abwägung des Sinns oder Unsinns der nötigen Personalaufstockung. Zehn Beschäftigte in der Gebäudereinigung wurden eingestellt, sie reinigen seit dem 1. April 2014 unter Projekt-Leitung von Marc Taubitz (Fachdienst Gebäudeverwaltung) ein Bürogebäude am Frankenring (Außenstelle Stadtverwaltung), die Kita Krähenwinkel und die Brinker Schule mit IGS Süd.
„Bei Übernahme vorgefunden haben wir beispielsweise dreckige Putzlappen oder stark verschmutzte Fußboden-Ecken“, so die Dokumentation der Fachdienst-Mitarbeiter Harald Hänigsen und Thomas Kopf in der jüngsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses. Gezeigt wurden Fotos mit dem Vorher-Nachher-Effekt: eine vermeintlich graue Fußbodenoberfläche entpuppte sich nach ordentlicher Reinigung als andersfarbig und ziert nun schwarz-glänzend einen Flur.
Rundweg positiv bewerten Harald Hänigsen und Thomas Kopf das Projekt nach Ablauf eines Jahres. Realisiert worden sei eine deutliche Verbesserung des Reinigungs- und Pflegezustands. Wert werde auf ökologisch verträgliche Reinigungsmittel gelegt. Das Personal sei hoch motiviert und die Kosten seien im Rahmen geblieben. Vor Projektbeginn kalkuliert war eine Kostensteigerung im Vergleich zur Fremdvergabe um 4,5 Prozent (72.000 Euro). Aufgrund der positiven Erfahrungen empfiehlt der Fachdienst eine Ausweitung des Projekts auf weitere Objekte, dazu muss der Rat im Verlauf der nächsten Sitzungen entscheiden, zunächst wird fraktionsintern beraten.