Glücksrezept mit viel frischer Luft

Ursula und Walter Raske feiern Diamantene Hochzeit. (Foto: G. Gosewisch)

Ursula und Walter Raske feiern Diamantene Hochzeit

Langenhagen (gg). An ihrem Diamantenen Hochzeitstag nehmen sich Ursula und Walter Raske gerne Zeit, ihr Glück zu genießen. Nach 60 Jahren Ehe schauen sie sich wie eh und je gerne und verliebt in die Augen. Zufrieden blicken sie zurück und zuversichtlich nach vorn. „Was ist Ihr Geheimrezept für eine lange glückliche Ehe?“ möchte Bürgermeister Mirko Heuer bei der Gratulation im Namen der Stadt Langenhagen wissen. „In den Tiefen des Lebens nicht gleich aufgeben“, meint Ursula Raske, ihr Mann stimmt ihr zu. Geholfen habe dabei sowohl das Geschäft, 30 Jahre lang hatten sie einen Kiosk an der Hindenburgstraße Höhe Sollingweg, als auch die Geselligkeit und der Tatendrang im Feierabend und an den Wochenenden – ein aktives Leben, das ihre fünf Kinder selbstverständlich mitgemacht haben. „Es war immer etwas los und immer an der frischen Luft. Gleich nach dem Frühstück waren wir alle draußen unterwegs“, erklärt Ursula Raske und erinnert sich gerne an die Ausflüge in die Umgebung, teilweise in Form von Familientreffen. „Das haben die Kinder gern gemacht. Mit vielen Cousinen und Cousins gab es schöne Spiele“, erklärt sie. Seit 42 Jahren sind Raskes Mitglied im Schützenverein Langenforth. 35 Jahre lang hatten sie einen Schrebergarten in der Anlage Rennbahnblick, erst vor zwei Jahren haben sie ihn schweren Herzens aufgegeben, denn die Arbeit wurde nach einigen gesundheitlichen Einschränkungen zu schwer. Inzwischen fühlen sich beide wieder gut. Nach vielen Entbehrungen auf dem Lebensweg schätzen sie ihre große Familie um so mehr, die inzwischen um acht Enkelkinder erweitert ist. Die hören gespannt zu, wenn ihre Großeltern von ihrer ersten Begegnung vor 60 Jahren erzählen. Ursula Raske war 20 Jahre alt, als sie einen Besuch in Langenhagen machen wollte. Sie kam mit der Bahn aus Bad Nenndorf, geriet in einen Regenschauer und stellte sich mit nassem Sommerkleid im Kiosk an der Hindenburgstraße unter. Den Kiosk hatte Walter Raske selber gebaut und war natürlich immer vor Ort. Er sprach die hübsche junge Frau an, Adressen wurden ausgetauscht und so folgten einige Briefe, die Hochzeit nur ein knappes Jahr später.