Goldene Konfirmation

An diesem Sonntag wird in der Elisabethkirche das Jubiläum der Konfirmation gefeiert. Eingeladen sind alle goldenen, diamantenen und eisernen Konfirmandinnen und Konfirmanden. 50, 60 und 65 Jahre liegt das Fest also jeweils schon zurück. Viele der Gäste werden an diesem Tag besonders spüren, wie schnell die Zeit vergeht. Und auch, dass sie nicht spurlos an einem selbst und an den anderen vorbeigegangen ist...
Wir war das vor all den Jahren. Bei den Eisernen standen am Tag der Konfirmation vermutlich noch ganz elementare Fragen im Vordergrund. Der Krieg und die Not saßen noch unmittelbar im Nacken. Wie wird es morgen gehen? Vielleicht war das damals eine der wichtigsten Fragen.
Bei den Diamantenen sah das schon etwas anders aus. Da zeigte das Wirtschaftswunder seine ersten Auswirkungen. Man konnte sich hier und da etwas leisten, und das Leben verlief langsam wieder in normalen Bahnen.
Erst recht dann vor 50 Jahren bei den Goldenen. Das waren eben schon die „Nachkriegskinder“. Und bei nicht wenigen von denen stand damals vor allem eine Frage im Vordergrund: Beatles oder Rolling Stones?
Man merkt, die Zeiten ändern sich. Das, was konstant bleibt, ist der Wandel. Und darin wohl auch der Wunsch eines jeden Menschen, dass er durch die Zeiten hindurch etwas findet, woran er sich festmachen kann. „Religion“ heißt wörtlich übersetzt übrigens „Rückbindung“. Und in der Bibel wird Gott dann auch als starker Fels bezeichnet. Das passt gut zusammen. Ich wünsche allen Jubilaren, dass sie den Segen Gottes als Konstante in ihrem Leben erfahren.

Torsten Kröncke, Pastor