Goldenen Spaten für den schönsten Garten

Jürgen Adams, Dietmar Schumacher, Alvina Egorov, Heinrich Köller, Karl Weber, Erika Schumacher und Willi Minne. (Foto: D. Lange)

Tradition in der Kleingartenanlage Rennbahnblick

Langenhagen (dl). 74 Gärten gibt es in der Kleingartenanlage Rennbahnblick gegenüber der Neuen Bult und alle sehen preiswürdig aus und nicht nur drei oder vier von ihnen. Es gibt keinen Leerstand und allen Gärten ist anzusehen, dass ihre Besitzer viel Liebe, Zeit und Arbeit investiert haben. Nichts ist zufällig entstanden oder wird sich selbst überlassen, alles ist durchdacht. Die Bäume hängen voll mit Äpfeln, Birnen oder Pflaumen. Es gibt Tomaten, Gurken, Kürbisse, Himbeeren und vieles mehr. Aber es kann nun mal nur einen Pächter geben, dessen Garten noch schöner ist als die anderen und daher den Goldenen Spaten verdient. Die Jury, in diesem Jahr vom Kleingärtnerverein Limmer, die die vier schönsten Gärten auswählen soll, ist um ihre Aufgabe also nicht zu beneiden. Gewertet wird nach Punkten für den Gesamteindruck des Gartens, die Pflege der Kulturen und für die gärtnerische Nutzung, also die Dreiteilung in Nutzgarten, Zierpflanzen und Rasenfläche. Der Goldene Spaten wird als Wanderpokal in der Kolonie Rennbahnblick seit dem Jahr 1979 verliehen und geht auf eine Initiative des damaligen Bürgermeisters Walter Bettges zurück. Mit 348 Punkten für den schönsten Garten geht der Goldene Spaten in diesem Jahr an Karl Weber, ein Russlanddeutscher aus Kasachstan, der trotz seiner 80 Jahre noch jeden Tag im Garten aktiv ist. Tatkräftig unterstützt wird er dabei von seiner Tochter. Der zweite Platz, nur knapp dahinter, wird von Inta Graß belegt. Auf Platz drei liegt Alvina Egorov und der vierte Platz geht an Jürgen Adams. Seit dem Jahr 2011 gibt es darüber hinaus auch einen Damenpokal, gestiftet vom Ehrenvorsitzenden des Vereins, Heinrich Köller. Alleinstehende Damen, in der Regel sind es Witwen, bekommen eine Auszeichnung für den schönsten, von ihnen allein bewirtschafteten Garten. Wie im vergangenen Jahr ist es auch diesmal wieder Erika Schumacher, die den Pokal bekommt. Verliehen wurde er diesmal, wie der Spaten auch, vom stellvertretenden Bürgermeister Willi Minne. Einen Männerpokal für alleinstehende männliche Gartenfreunde gibt es freilich nicht. Aber den hat möglicherweise auch noch keiner vermisst.