„Gott war mitten unter uns“

Siegfried Rupnow leitete das Seminar in den Räumen der Emmaus-Gemeinde. Foto: D. Lange

Tag der Kirchlichen Besuchsdienste in der Emmaus-Gemeinde

Langenhagen (dl). Die kirchlichen Besuchsdienste verstehen sich in ihrer ehrenamtlichen Arbeit als Brückenbauer zwischen den Kirchengemeinden und ihren Gemeindegliedern – sie sind im Grunde die einzige Gruppe in der Gemeindearbeit, die mit seelsorgerischem Motiv zu den Menschen geht. Zumeist sind dies Senioren, Kranke und Behinderte, die nur noch auf diese Weise Kontakt zu ihrer Gemeinde halten können.
Unter dem Motto „Wir haben nicht von Gott geredet, aber er war mitten unter uns“ kamen jetzt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Besuchsdienste aus den Gemeinden Engelbostel/Schulenburg, Godshorn, Krähenwinkel/Kaltenweide und den Langenhagener Gemeinden Elisabeth, Elia und Liebfrauen zu einem Seminar und zum Erfahrungsaustausch zusammen. Vorbereitet wurde der Tag der Besuchsdienste von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Kirchlicher Besuchsdienste, zu deren Aufgaben es nicht nur gehört, als Repräsentanten der Institution Kirche bei ihren Besuchen über Fragen des Glaubens und religiöse Inhalte zu sprechen – wenn dies gewünscht wird. Ihr Ziel ist es auch Besuchten das Gefühl zu geben, nicht vergessen worden zu sein. Anlass der Besuche können dabei zum Beispiel biografische Eckpunkte wie Geburtstage sein. Ganz häufig geht es dann bei den Gesprächen mit den Besuchten um persönliche Schicksale, manchmal aber auch nur darum, Gesprächspartner zu sein.
Das Seminar unter der Leitung von Siegfried Rupnow, Diakon und Leiter des Besuchsdienstreferates im Haus kirchlicher Dienste, befasste sich mit Fragen zu den Motiven und Aufgaben der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum großen Teil bereits über eine langjährige Erfahrung verfügen. Dazu Hellmuth Scholz, Langenhagener Pastor im Ruhestand: „Die Resonanz auf den persönlichen Einsatz der Ehrenamtlichen ist ganz entscheidend für den Stellenwert des Besuchsdienstes im Arbeitsprofil der Gemeinde und in der Arbeit sowohl des Kirchenvorstandes als auch des Pfarramtes. Ohne diesen Rückhalt und ohne offizielle Anerkennung durch ihre Gemeinde stünden die Mitarbeiter sehr oft alleine da.“