Gravitationswellen erforscht

Computersimulation der Gravitationswellen, die bei der Verschmelzung von zwei Schwarzen Löcher entstehen. (Foto: Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik)

NVL-Themenabend am 21. Februar

Langenhagen. Beim nächsten NVL-Vortrag am Mittwoch, 21. Februar, um 19.30 Uhr im Ratssaal, Marktplatz 1, wird der promovierte Physiker Benjamin Knipsel Informationen zur Gravitationswellen-Astronomie liefern. Er ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit am Institut für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover, Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik. Zum Hintergrund des Vortrags: Als am 3. Oktober 2017 die Träger des Physiknobelpreises bekanntgegeben wurden, waren zwar ausschließlich US-amerikanische Pioniere der Gravitationswellenforschung unter den Geehrten. Allerdings sind mehrere Wissenschaftler aus Hannover maßgeblich mitverantwortlich für ihre Entdeckung. Unter der Leitung von Professor Karsten Danzmann wurde das Lasermessverfahren entwickelt, mit dem der Nachweis der Schwerkraftwellen gelang. Am 14. September 2015 wurde die erste Beobachtung von Gravitationswellen – Kräuselungen der Raumzeit, die Albert Einstein bereits 1916 vorhersagte – gemacht. Ursächlich für das „Aussenden“ der Wellen war das Verschmelzen von zwei „Schwarzen Löchern“. Mehrere kilometergroße, erdgebundene Instrumente, darunter eines in Ruthe bei Sarstedt, lauschen in die Tiefen des Alls, um über Entfernungen von Milliarden Lichtjahren Gravitationswellenereignisse aufzuspüren. Ziel ist es, vollkommen neue Informationen über die unsichtbare Seite des Kosmos zu gewinnen. Mehrere Signale wurden bereits aufgespürt. Wo steht die Gravitationswellen-Astronomie heute, rund zweieinhalb Jahre nach ihrem Beginn? Die Planung für noch größere Detektoren im All schreitet dank der extrem erfolgreichen Satellitentestmission „LISA Pathfinder“ rasant voran.
Der Eintritt ist zum Vortrag ist frei. Spenden für die naturkundliche Arbeit in Langenhagen werden gern entgegen genommen.