Große Jungs dürfen länger spielen

Knackten die bisherige Bestmarke: Florian Fleissner (links) und Kenny Drews. (Foto: D. Lange)

Neuer Guinness- Weltrekord im Computerspielen

Langenhagen (dl) Das werden stressgeplagte Eltern, die oft Mühe haben, ihre Kinder vom Computer wegzulocken, sicherlich mit eher gemischten Gefühlen zur Kenntnis nehmen.
Nämlich, dass man fürs Computerspielen sogar eine Auszeichnung bekommen kann, wenn man nur lange genug durchhält. Sei`s drum, das CCL Langenhagen war am Wochenende jedenfalls der Schauplatz eines erfolgreichen Rekordversuchs. Seit Sonnabend um 18.07 Uhr ist der bisherige Weltrekord im Computerspielen in der Kategorie Rennspiele nur noch Makulatur. Die bisherige Bestmarke von 30 Stunden wurde nicht nur erreicht, sondern sollte, wenn möglich auch noch übertroffen werden, was für die beiden Kandidaten aus Hannover, Florian Fleissner und Kenny Drews, kein unüberwindliches Problem darstellte. Sie setzten sogar noch eins drauf und legten die Messlatte auf insgesamt 33 Stunden. Beide sind, wen wundert`s, passionierte Gamer, und infolgedessen ist eine durchgespielte Nacht ohne Schlaf nichts Ungewöhnliches für sie. Eine besondere Vorbereitung auf den Spielemarathon war somit nicht wirklich notwendig und in der Kürze der Zeit auch nicht möglich, wie Kenny Drews feststellte: „Wir haben erst wenige Tage vorher erfahren, dass wir teilnehmen würden“. Das gilt im Grunde auch für die Ernährung. Eine regelmäßige Zufuhr von Vitaminen, Fett und Kohlehydraten, sprich Zucker, das war`s dann auch schon. Mehr ist nicht nötig. Ein mehr als 40 Seiten starkes Regelwerk legt dagegen in aller Ausführlichkeit die Durchführungsbestimmungen eines derartigen Rekordversuchs fest. Bis zu dessen offizieller Anerkennung werden Florian Fleissner und Kenny Drews allerdings noch rund vier Wochen warten müssen, denn die Regeln schreiben unter anderem während der gesamten Spielzeit eine lückenlose Videoaufzeichnung vor und die muss in der „Guinness World Records“-Zentrale in London zunächst einmal akribisch ausgewertet werden und erst dann steht fest, ob der Rekord anerkannt wird oder nicht. Alle Beteiligten sind aber zuversichtlich, denn neben der Videokamera beobachteten zwei Zeugen, die zudem alle vier Stunden ausgewechselt wurden, das Geschehen und achteten auf die Einhaltung der Spielregeln. Diese schreiben außerdem vor, dass beide Spieler nicht gegeneinander spielen dürfen, sondern jeder spielt sein eigenes Spiel und muss dabei auch ein gewisses Level erreichen. Pro Stunde Spielzeit steht ihnen eine Pause von zehnMinuten zu, welche sie aber, sollten sie länger als eine Stunde am Stück spielen wollen, auch ansparen können. Unterstützt wurde die Aktion vom Expert- Technikmarkt, der das technische Equipment zur Verfügung stellte und von der Firma Rewe, die für die Ernährung der Spieler sorgte.