„Große Träume vom Frieden“

Pastor Frank Foerster in der Predigt. (Foto: G. Gosewisch)

Zehnjähriges Bestehen der St. Paulus Kirche

Langenhagen (gg). „Wo lässt sich Gott sehen?“, fragte Pastor Frank Foerster in der Predigt des Festgottesdienstes anlässlich des zehnjährigen Bestehens des St. Paulus-Kirchenraums am vergangenen Sonntag. Zuvor hatte der Motettenchor “Messe breve” von Charles Gounod in hervorragender Weise gesungen, die Klänge weckten Achtsamkeit unter den Zuhörern. Der Bedeutung des Kirchenraums, mit dem Lichtkreuz und dem Altar, widmete sich Pastor Frank Foerster. „Es ist ein Raum, in dem man Gott näherkommen kann“, sagte er und betonte die wirkung des Gottesdienstes, „in dem Gott Gestalt findet“. Stärke, Stütze oder Trost könne in der Gemeinde gefunden werden, so werde der Glaube erfahrbar. „Große Träume vom Frieden können hier gelebt werden“, sagte er. Im zweiten Teil der Predigt zeigte Sabine Behrens, Pastorin der Emmausgemeinde, die Bedeutung der Nächstenliebe auf. „Gott wirkt durch die Menschen“, sagte Pastor Frank Foerster abschließend. An das Engagement der Gemeinde vor zehn Jahren erinnerte Isabel Wagemann-Steidel, Vorsitzende des Kirchenvorstands. Vor dem Kirchenraum entstand in der St. Paulus-Gemeinde im Jahr 1965 das Gemeindehaus und der Turm. Bevor am 13. Januar 2008 am Altar des Kirchenraums das Abendmahl gefeiert wurde, habe es schon im Advent, noch auf der Baustelle, Andachten gegeben, damals mit dem Pastorenpaar Karin Borchers-Schmidt und Karl Ludwig Schmidt. Noch gut in Erinnerung sei ihr, wie viel geputzt und improvisiert worden sei, um dies zu ermöglichen. Symbolik sei in der St. Paulus-Gemeinde an vielen Stellen zu finden. Dazu gehöre die mit der Schiebewand verstellbare Raumgröße oder auch die Anzahl der Obstbäume im Gemeindegarten, um den sich auch Hans-Jürgen Ratsch, Vorsitzender der Naturkundlichen Vereinigung, bemühe. So sind es genau acht Obstbäume, weil die Zahl Acht in der christlichen Zahlensymbolik für einen glücklichen Anfang steht. Mit dem achten Tag beginnt eine neue Woche, eine neue Zeit. Taufkapellen werden daher meist in oktogonaler Form gebaut, oft auch Säulen und Türme von Kirchen. Nach dem Motto der Gemeinde „Dem Glauben Raum geben“ engagieren sich im Kirchenvorstand zudem Joachim Balk, Bettina Bartels, Eberhard Engel-Ruhnke, Brigitte Greese, Eckart Jakob, Sigrid Kastner und Ralf Mielke. Pastor Frank Foerster ist stellvertretender Vorsitzender im Kirchenvorstand zur Unterstützung der Vorsitzenden Isabel Wagemann-Steidel.