Große Unterstützung für Kirchenmusik und Flüchtlingshilfe

Engagiert für die gute Sache (von links): Peter Kretschmer, Arne Hallmann, Beate Pinkernell und Elke Zach. Foto: A. Hesse

Bestattungshaus Naethe ruft zu seinem 90. Geburtstag zum Spenden auf

Langenhagen. Seinen 90. Geburtstag feierte das Langenhagener Bestattungshaus Naethe im Oktober mit einem Benefizkonzert in der Langenhagener Elisabethkirche: Um mit vielen Familienmitgliedern, Freunden und Weggefährten feiern zu können, hatten Brigitte und Hans-Hermann Naethe, ihre Tochter Beate Pinkernell und Enkel Daniel Behringer zu einem Konzert der Schwarzmeer-Kosaken mit Peter Orloff in die Kirche eingeladen; auch die Liedertafel Kaltenweide, in der Hans-Hermann Naethe seit vielen Jahren aktiv ist, gestaltete das Konzert mit.
Anstelle von Geburtstagsgeschenken baten Beate Pinkernell, die das Bestattungshaus seit 2013 leitet, und ihre Eltern um Spenden: Je zur Hälfte waren diese Gelder für den Förderverein der Elisabeth-Kirchengemeinde und die Flüchtlingsbetreuung durch den Johanniter-Ortsverband Nordhannover bestimmt. Um die Spenden, die in der Elisabethkirche gesammelt wurden, noch aufzustocken, bat Beate Pinkernell auch bei der anschließenden Geburtstagsfeier in einem Langenhagener Restaurant um Geld für den guten Zweck: Insgesamt 2.938 Euro kamen so zusammen.
Elke Zach als Vertreterin der Johanniter und Peter Kretschmer als Vorsitzender des Fördervereins der Elisabeth-Kirchengemeinde bedankten sich bei Beate Pinkernell mit einem Blumenstrauß für die wertvolle Unterstützung; Arne Hallmann, Kantor der Elisabethkirche, überreichte ihr darüber hinaus eine große Orgelpfeife. „Diese Pfeife ist etwa 100 Jahre alt und stammt aus der St.-Bernward-Kirche in Gifhorn, auf deren Orgel ich als Jugendlicher gespielt habe“, erzählte er – und nahm die Pfeife gleich wieder an sich, um sie noch aufarbeiten zu lassen. Beate Pinkernell möchte sie anschließend in ihren Geschäftsräumen aufstellen.
Der Förderverein der Elisabeth-Kirchengemeinde finanziert die halbe Stelle von Kantor Arne Hallmann in der Gemeinde; mit einer weiteren halben Stelle ist er auf Kirchenkreisebene für die Ensemblearbeit zuständig. Die Johanniter betreuen die Flüchtlingsnotunterkunft des Landes Niedersachsen an der Hans-Böckler-Straße; hier leben übergangsweise auch viele Kinder. „Die Spenden werden wir unter anderem für Material verwenden, mit dem unsere ehrenamtlichen Helferinnen mit den Kindern spielen und basteln, ihnen erste Deutschkenntnisse beibringen und einfach versuchen, ihnen ein Stück Heimat zu geben“, sagt Elke Zach. Beate Pinkernell freut sich über diese Verwendung: „Wenn es den Kindern gut geht, geht es auch ihren Eltern gleich ein bisschen besser“, ist sie überzeugt.