Großer Andrang bei der Eröffnung

Sie hatten ziemlich viel Geduld beim Fassanstich und schließlich auch allerbestes Laune (von links): Peter Patz, Michael Freiberg, Willi Minne, Mirko Heuer, Eckart Ferkau, Ulrike Jagau und Renate Friedrich. Foto: K. Raap (Foto: K. Raap)

53. gemeinsames Schützenfest läuft noch bis Montagabend

Langenhagen (kr). Sicherlich ein positives Zeichen bei der Eröffnung des 53. gemeinsamen Schützenfestes am Donnerstagabend: Das große Festzelt war von den drei Schützenvereinen der Schützen-Gemeinschaft Langenhagen bestens besetzt. Auch zahlreiche Mitglieder der anderen Langenhagener Schützenvereine fanden den Weg ins Stadtzentrum. Zu Beginn des großen Volksfestes gedachte Michael Freiberg, kommissarischer Vorsitzender der Schützen-Gemeinschaft, mit einer Schweigeminute zwei Langenhagenern, die das Schützenwesen in Langenhagen in ganz besonderer Weise prägten. Der kürzlich im Alter von 62 Jahren verstorbene Heiner Rust, von 1999 bis 2015 Oberschützenmeister der Gemeinschaft, galt als der starke Motor im Langenhagener Schützenwesen. Für ihn war es stets wichtig, Werte zu erhalten und weiterzugeben. Er war auch der absolute Macher als es galt, das Schützenfest im Stadtzentrum zu verankern. Der im April im Alter von 94 Jahren verstorbene Stadtdirektor Hans-Heinrich Lange war bei der Gründung der Schützen-Gemeinschaft eine ganz wichtige Antriebskraft gewesen. Er war es dann auch, der 1963 beim ersten gemeinsamen Fest der SV Langenforth, der Schützengesellschaft Langenhagen und des SV Brink souverän das obligate Fass Bier angestochen und eine schwungvolle Rede gehalten hatte. Beim jetzigen 53. gemeinsamen Schützenfest hatte Bürgermeister Mirko Heuer bei seinem Debüt in Sachen Fassanstich wesentlich mehr Probleme. Der Hahn passte nicht so richtig ins Fass, so dass sich weißer Schaum breitmachte. Mit einiger Verspätung wurde das Bier doch noch zum Laufen gebracht, dem Fest stand nichts mehr im Wege.
Mirko Heuer hatte zuvor bei den Schützen sehr viel Beifall geerntet, als er sich für die Schützenfeste stark ins Zeug gelegt hatte: „Diese Veranstaltungen sind längst ein wichtiger Teil des Gemeinwesens.“ Er sei stolz auf die Schützen, die immer mit sehr viel Kraft und Fantasie für die Schützenfeste agiert hätten. Als ein Dankeschön an die vielen Helfer, die maßgeblich die Vorbereitungen Heiner Rusts abgeschlossen hatten, überreichte er feine Nussler Obstbrände stellvertretend an Michael Freiberg, Peter Patz und Eckart Ferkau. Freiberg bat dann die Sieger der städtischen Schießen nach vorn , um sie gebührend auszuzeichnen. Für die schwingvolle musikalische Umrahmung des Fest-Auftakts sorgte das Blasorchester der Stadt Langenhagen unter der Leitung von Harald Sandmann.
Am gestrigen Freitag lief ab 19 Uhr das beliebte Haxenessen wieder mit einigen hundert Portionen erneut unter der Schirmherrschaft des Pflegedienstes Sonja Vorwerk-Gerth. Für die tolle Stimmung verantwortlich war auch diesmal die Kultband „Die Bayernstürmer“, erst zur Unterhaltung und dann zum Tanz. Am heutigen Sonnabend läuft zunächst Musik vom Plattenteller, bevor sich ab 21 zum ersten Mal die Band „Brunsberg“ mit Rock und Pop vom Allerfeinsten präsentiert. Das große Festessen am Sonntag, 30. August, beginnt um 12 Uhr und wird auch in diesem Jahr musikalisch begleitet vom Jugendblasorchester Lucka. Der Sponsor heißt auch in diesem Jahr Uwe Eikemeier. Nach dem Empfang der Gastvereine setzt sich um 15 Uhr der lange Festumzug in Bewegung. Für flotte Marschmusik verantwortlich zeichnen das „Young Spirit Orchestra“ aus Kaltenweide, Das „Jugendblasorchester Lucka“, die „Alvesroder Deistermusikanten“ und das „Musikkorps Langenforth“, das bereits beim Einmarsch der Fahnenträger beim Auftakt des Festes mitgewirkt hatte. Nach dem Ausmarsch konzertieren im Festzelt noch diverse Kapellen bis 18 Uhr. Danach läuft wieder flotte Musik vom Plattenteller. Am Montag heißt das Motto auf dem Festplatz „Kindertag“. Ermäßigte Preise sind angesagt. Zum Festausklang ab 17.30 Uhr gibt eine kleine Formation der „Bayernstürmer“ den Ton an, bevor um 22 Uhr das fünftägige Volksfest sein Ende findet.