Großer Andrang beim Blasorchester-Konzert

Beim jährlichen Weihnachtskonzert sind rote Mützen Pflicht. (Foto: K. Raap)

ECHO brachte klingende Weihnachtsgrüße

Langenhagen (kr). „Alle Jahre wieder“ zählt nicht nur zu den bekanntesten deutschen Weihnachtsliedern, der Titel könnte auch der Name der Veranstaltungsreihe sein, die das Langenhagener Echo sei knapp vier Jahrzehnten mit dem Blasorchester der Stadt Langenhagen an jedem Heiligabend durchführt. Die schöne alte Melodie war auch diesmal der Auftakt zu einem sehr gut besuchten mit viel Beifall bedachten einstündigen Konzert auf dem Theissen Platz gegenüber der Elisabethkirche, wo eine 20-köpfige Formation unter der Leitung von Gero Kretschmer musizierte. Zu hören waren unter anderem so beliebte Lieder wie „Es ist ein Ros´ entsprungen“, „Vom Himmel hoch“, „Süßer die Glocken nie klingen“ und „O Tannenbaum“. Diese relativ einfache Melodie wurde übrigens schon mit einer Fülle anderer Texte versehen. So findet sich die Komposition unter anderem wieder als Lied der internationalen Arbeiterbewegung unter dem Namen „Die rote Fahne“, als Hymne des amerikanischen Bundesstaates Maryland sowie als Fangesang des englischen Fußballvereins FC Chelsea. Hinzu kommen eine Fülle von Versionen in Form von Spottliedern von Schülern und Studenten. Zum Weihnachtslied wurde das „O Tannenbaum“ erst, nachdem 1824 der Leipziger Lehrer Ernst Anschütz die heutige Version getextet hatte. Von seiner Popularität hat die schöne Weise bis heute nichts verloren. Ein Phänomen ist auch der am Heiligabend in Langenhagen intonierte Titel „Jingle Bells“, der mit Weihnachten eigentlich nur die Jahreszeit gemeinsam hat, das Wort „Christmas“ wird im Text nirgendwo genannt. Es handelt sich vielmehr um ein fröhliches Lied über die Ausfahrt mit einem Pferdeschlitten. „Jingle Bells“ nennt man die Schellen am Pferdegeschirr. Aber der flotte amerikanische Song, international oft gespielt, ist aus der Weihnachtszeit längst nicht mehr wegzudenken. Nicht fehlen durfte auch José Felicianos schwungvolle Komposition „Feliz Navidad“, seit Jahren ein immer wieder gern gehörter Weihnachtsklassiker.
Dass diesmal die Pausen zwischen den einzelnen Stücken ein wenig länger gerieten als gewöhnlich, lag an den starken Windböen dieses Abends, da brauchten die Musiker schon ein bisschen mehr Zeit, um die Noten mit Wäscheklammern sorgfältig zu sichern. Trotz der keineswegs winterlichen Temperaturen, das Thermometer zeigte 13 Grad plus, verstand es die Bläserformation, schnell die richtige weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen. Und gerne angenommen wurde auch der Verkauf von Glühwein.