Großes Lob von Erbprinz Ernst August

Die Langenhagener Musikanten bei einer Stimmungspolka auf der großen Bühne im Innenhof des Schlosses Marienburg.  (Foto: K. Raap)

Tolles Jubiläums-Festkonzert Ernst Müllers auf der Marienburg

Langenhagen/Pattensen (kr). Das war ein tolles Festkonzert, das Ernst Müller im Innenhof des eindrucksvollen Schlosses Marienburg vor mehr als 500 Zuhörern ablieferte. Gebührend gefeiert wurde das 50-jährige, schon drei Generationen andauernde Schaffen des Langenhagener Musikdirektors als Chef des „Hausorchesters seiner königlichen Hoheit des Prinzen von Hannover“. Zu hören vom bestens vorbereiteten Orchester Melodien aus Oper, Operette und Musicals. Von Guiseppe Verdi, Müllers Lieblingskomponisten, erklangen die beliebtesten Stücke aus den Opern „Der Troubador“, „La Traviata“, „Rigoletto“, „Nabucco“ und „Aida“. Ähnlich gelagert waren Potpourris mit Werken von Jacques Offenbach und Franz von Suppé. Nicht fehlen durften Medleys aus den Musicals „Hello Dolly“ und „My Fair Lady“. Exzellent auch die Interpretationen von Glenn-Miller-Hits und Bert-Kaempfert-Welterfolgen. Mit dem „Welfengruß“ von Ernst Müller erklang ein Stück, das er bereits während seines Musikstudiums geschrieben hatte. Zu den Märschen zählten außerdem der „Eurovisions-Marsch“ und „Der lustige Hannoveraner“. Die bei vielen Veranstaltungen oft übertrieben wirkende Melodie „So ein Tag so wunderschön wie heute“ hatte als letzte Zugabe auf der Marienburg für die Zuhörer und vor allem für Ernst Müller ihre besondere Bedeutung.
Als Martina Frohn, die persönliche Sekretärin des Erbprinzen Ernst August, der bei Verwandten im Ausland weilte, zum Schluss des Konzertes einen Blumenstrauß überreichte, natürlich in den Welfenfarben Gelb und Weiß, enthielt dieser auch ein sehr persönliches Schreiben: „Lieber Ernst Müller, zum 50. Geburtstag des Hausorchesters gratuliere ich Ihnen ganz herzlich und wünsche Ihnen weiterhin so viel Freude an der Musik im Allgemeinen und den Auftritten im Besonderen. Jedes Orchester besteht natürlich aus vielen Menschen, aber gerade das Orchester des Hauses Hannover ist in erste Linie mit Ihrer Person verbunden und hätte ohne Sie und Ihr unermüdliches Engagement nicht diesen besonderen Beliebtheitsgrad erreicht. Bei dieser Gelegenheit danke ich Ihnen auch im Namen meiner Frau Ekaterina noch einmal ganz herzlich für die wunderbare Begleitung des Hochzeitsempfangs in Herrenhausen. Mit ihrer Musik haben sie wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Gäste und wir ein paar schöne unvergessliche Stunden an diesem für uns besonderen Tag verbringen konnten.“
Zum Auftakt der Veranstaltung hatte Flötist Detlef Leonenko, der leicht und locker durch das Programm führte, als Gäste die beiden Landtagsabgeordneten Marco Brunotte und Rainer Fredermann, sowie den stellvertretenden Langenhagener Bürgermeister Willi Minne und Ehrenbürgerin Waltraud Krückeberg begrüßt. Ein Dank galt den beiden Sponsorinnen Edeltraud Leckebusch und Waltraud Heuer vom Welfenbund, die für den kostenlosen Transport zur Marienburg zwei Busse zur Verfügung gestellt hatten.