Grüne aus Langenhagen unterwegs

Informationen zur alternativen Landwirtschaft

Langenhagen. Mit einer Gruppe von interessierten Politikern besuchten die Grünen Arbeitsgemeinschaften Land und Tier/Tierschutzpolitik einen seit dem Jahr 1952 nach dem Demeterprinzip wirtschaftenden Hof in Lehrte. Mit dabei war die Sprecherinnen der Arbeitsgemeinschaften Beate Gries und Andrea Bunn (Vorstandsmitglied der Langenhagener Grünen) gemeinsam mit ihrem Vorstandskollegen Rolf Linnhoff, sowie dem agrarpolitischen Sprecher der Landtagsgrünen Hanso Janssen.
Zu Beginn erklärten die Pächter des Hofes, Sabine Adam und Frank Limpinsel Adam, die biologisch-dynamische Kreislaufwirtschaft, die dem Demetergedanken zugrundeliegt und auf dem Hof praktiziert wird. Außerdem gibt es seit dem Jahr 2013 das Gemeinschaftsprojekt „Solidarische Landwirtschaft (solawi)“ das unter anderem eine Ausweitung des Gemüseanbaus mit sich gebracht hat. 60 Gemüse- und Kräuterkulturen werden seitdem angebaut, um den Mitlandwirten ein vielfältiges Angebot machen zu können. „Als Mitlandwirtin kann ich mich hier vor Ort von der Herkunft der Lebensmittel und der Haltung der Tiere überzeugen und gleichzeitig im Rahmen des Projekts mithelfen, die Existenz des Hofes zu sichern,“ erklärt Andrea Bunn, die seit einigen Monaten dabei ist.
Kurz vor Beginn der Erkundungstour konnten die Besucher miterleben, wie die Ziegenherde von der Weide auf den Hof zum Melken getrieben wurde. Danach ging es in den Schweinestall. Zur Freude der Tierschützer konnte man hier Schweine auf Stroh, mit Auslauf, viel Platz zum Suhlen und nicht kupierten Ringelschwänzen begutachten. Anschließend wurden die neu angeschafften Hühnermobile in Augenschein genommen. Diese wurden im Rahmen des Projekts Ei-Pott angeschafft. „Hier besteht ebenfalls die Möglichkeit, sich über einen bestimmten Betrag zu beteiligen. Die Hühner werden tiergerecht gehalten, und man erhält im Gegenzug Eier und Fleisch,“ sagt Rolf Linnhoff, der von Anfang an dabei ist. Es gibt zwei Ei-­Potts mit mehr als 400 Hühnern und 6 Hähnen, die die Schar im Auge behalten und auf der grünen Wiese leben.
Zum Schluss konnte der Gemüseacker besichtigt werden – von Rosenkohl, rote Beete, Möhren, Porree bis zu den Tomaten im Gewächshaus wird eine große Vielfalt angebaut. Einige Besucher waren erstaunt über den dichten Bewuchs mit sogenannten Beikräutern, die maschinell, aber auch mit viel Handarbeit in Schach gehalten werden müssen. Nach dem Rundgang konnten sich die Besucher mit hofeigenen Produkten stärken.