Grüne Welle, für wen im Zentrum?

Ratsfraktionen kritisieren neue Ampelschaltung

Langenhagen (gg). „Wann kommt die grüne Welle auf der Bothfelder Straße?“, fragte CDU-Ratsherr Bernhard Döhner in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses. Angesprochen war damit Anette Mecke. Sie leitet in der Stadtverwaltung die Abteilung „Verkehr und Straße“, hatte just die Modernisierung der Ampelanlagen durchführen lassen – übrigens eine technisch aufwendige Maßnahme, die 180.000 Euro gekostet hat. Die Fraktionen wussten darüber Bescheid, schon bei der Ankündigung des Projekts hatte Anette Mecke darauf hingewiesen, dass es eine grüne Welle nicht geben wird. Das Linksabbiegen (zum CCL, zum Busbahnhof, in die Wohngebiete) sollte besser fließen und gleichzeitig sollte es kurze Wartezeiten für Fußgänger und Radfahrer geben. Da auch der Kraftverkehr nicht lange warten soll, musste „ein Mittelweg für alle“ gefunden werden, so die erneute Erklärung von Anette Mecke in der Sitzung. Ihre Unzufriedenheit betonte CDU-Ratsfrau Claudia Hopfe. Die Fußgänger-Ampel zeige nun an der Kurt-Schumacher-Allee zu kurz grün. Sie betonte die Brisanz des Problems, Schulkinder seien dort unterwegs und die begleitenden Eltern hätten kein Verständnis. SPD-Ratsherr Matthias Gleichmann bestätigte das. „Mal eben eine einzelne Ampelphase verlängern oder verkürzen ist in den modernen Steuerungsanlagen unmöglich, weil sämtliche Verkehrsströme komplex berechnet und programmiert sind“. Auch dieser Sachverhalt wurde den Ratsmitgliedern vor Beginn der Maßnahme seitens der städtischen Abteilung erklärt.
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