Grünes Licht für viele Ampeln

Ausbau der Brinker Straße beschlossen – Anlieger protestieren

Langenhagen (gg). Der geplante Ausbau des Rad- und Gehweges an der Nordseite der Brinker Straße, zwischen der Vinnhorster Straße und der Hans-Böckler-Straße, ist in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses mit der Mehrheit von SPD und Grünen beschlossen worden - begleitet von heftigem Protest der Anlieger, die in der Bürgerfragestunde ihrem Ärger freien Lauf ließen. Sie zweifeln den Erfolg der Baumaßnahme an, befürchten ständige Staus und zusätzlich Lärmbelästigung und wollen keine Veränderung des aktuellen Zustands. Der entspricht aber nicht den verkehrsrechtlichen Vorgaben – ein Ergebnis des Verkehrsentwicklungsplans, der als Gutachten bestellt, bezahlt und zudem vom Rat als Auftragsbuch für zukünftige Baumaßnahmen beschlossen worden. „Sie haben bereits grundsätzlich beschlossen, für die schwächeren Verkehrsteilnehmer, Fußgänger und Radfahrer, sicheren Verkehrsraum zu schaffen, dann müssen sie diesem Plan Brinker Straße auch zustimmen“, ermahnte Stadtbaurat Carsten Hettwer in der Sitzung die Ausschussmitglieder. Der Geh- und Fußweg soll auf drei Meter verbreitert werden. Für Autofahrer wird eine Ampelanlage für Wechselverkehr eingerichtet, denn sie haben auf der Brinker Straße unter der Bahnunterführung dann nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Bereits im vergangenen Herbst wurde dem Ausschuss das Ergebnis einer Simulation zum Verkehrsfluss mit der neuen Ampelanlage präsentiert, ein Ergebnis eines weiteren an ein externes Ingenieurbüro in Auftrag gegebenen Gutachtens, das ECHO berichtete. Seit dem werden Alternativen zu dem Plan diskutiert. Die CDU-Fraktion favorisiert einen Kompromiss, bei dem auf die Ampelanlage verzichtet wird und der Geh- und Radweg geringfügiger ausgebaut wird. „Rechtlich nicht durchführbar“ attestierte Hettwer dazu. Jens Mommsen, BBL, setzte sich dafür ein, jeglichen Ausbau ganz sein zu lassen: „Wir verbessern mit der Baumaßnahme, die wohl 200.000 Euro kostet, nichts.“ Die Grünen sehen die zukünftige Lärmbelästigung aus dem an der neuen Ampelanlage stehenden Verkehrs als nicht geklärt und brachten eine Ergänzung zum Beschluss ein. Nun wird ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben, dass die Lärmbelästigung ermittelt. Gebaut wird jedoch in jedem Fall, dafür fehlt nur noch ein Beschluss des Verwaltungsausschusses, der jedoch in der nächsten nicht öffentlichen Sitzung aufgrund der Mehrheitsverhältnisse zu erwarten ist.