„Grundschule Engelbostel erhalten“

AWO Engelbostel und Schulenburg haben das selbe Ziel

Engelbostel (he). Im Zuge der Diskussion um die Grundschulstandorte ziehen die Vorsitzenden der AWO-Ortsvereine Engelbostel und Schulenburg, Ingrid Bernhardt und Karl-Heinz Dahlke, an einem Strang: Beide halten es für dringend erforderlich, den Grundschulstandort Engelbostel zu erhalten.
„In seinen Vorbereitungen zu einem Stadtentwicklungskonzept für Langenhagen stellt Professor Ackers fest, dass Engelbostel und Schulenburg-Mitte die einzigen großflächigen Gebiete in Langenhagen sind, die als Dorf bezeichnet werden können“, sagt Karl-Heinz Dahlke. „Und zu einem Dorf gehört eine Schule“, ergänzt Ingrid Bernhard.
Ohne Schule verliere ein Dorf seine Identität, sind Bernhardt und Dahlke überzeugt. Dahlke untermauert das mit eigener Erfahrung: „Ich habe noch die Volksschule Schulenburg besucht. Erstes bis viertes Schuljahr gemeinsam in einem Klassenraum – das war toll und hat so viel Spaß gemacht, dass ich von mir aus den Wunsch nach mehr Schule hatte.“
„Ich denke, wir müssen unser Weltbild auf die Sichtweise von Kindern herunterbrechen“, fügt Karl-Heinz Dahlke hinzu. „Wenn wir an die große weite Welt denken, dann haben wir ferne Länder vor Augen. Wenn unsere Kinder von der großen weiten Welt sprechen, dann sprechen sie von Langenhagen und Hannover. Diese räumlichen Dimensionen müssen erst nach und nach erforscht werden.“
Ein weiteres wichtiges Argument sei der gemeinsam zu Fuß zurückgelegte Schulweg und die dort stattfindende Kommunikation: Wenn alle Kinder nach Godshorn müssten, würden sie mit dem Auto oder dem Bus gefahren werden. „Die Bewegung und die Kommunikation, die ebenso wichtig sind wie der Unterricht, würden dann fehlen“, sagt Dahlke.
Ingrid Bernhardt weist auf eine weitere Tatsache hin: „Viele junge Familien sind nach Engelbostel gezogen oder haben im Neubaugebiet Dorfstraße in Schulenburg eine neue Heimat gefunden. Sie haben sich vor ihrem Umzug, der häufig mit einer im Leben einmaligen Investition verbunden ist, ein Bild von der Infrastruktur des näheren Umfeldes gemacht. Ein wichtiges Entscheidungskriterium war dabei auch die zu Fuß zu erreichende Grundschule.“