Gute Nacht mit Paulchen Panther

Mit vielen Spielchen ist am Lenster Strand für Abwechslung gesorgt.
 
Gute Stimmung ist in den drei Wochen garantiert.

Die erste Woche im SCL-Feriencamp am Lensterstrand

Langenhagen. Es ging fast auf die Minute pünktlich los. Der Konvoi aus zwei Reisebussen, zwei Kleinbussen und einem Laster setzte sich um kurz nach halb neun Uhr morgens in Bewegung. Ziel das Zeltlager am Lensterstrand bei Grömitz an der Ostsee.
Trotz schlimmsten Befürchtungen bezüglich Staus kam die lustige Truppe bereits nach dreieinhalb Stunden im Camp an. Da der Großteil der mitfahrenden 114 Teilnehmer, im Alter von acht bis 15 Jahren, bereits seit Jahren oder zumindest wiederholt dabei sind, verlief das Entladen des Gepäcks aus den Bussen und der Transport ins Zeltdorf routiniert und zügig.
Auch der Laster war schnell entladen und so waren die 14 Zelte zum Großteil bereits eingerichtet, als es zum Mittagessen ging.
Nach dem Essen wurde der Großteil der Truppe dann vom Platz „gejagt“ damit ein Teil der Betreuercrew zusammen mit den größten Jungs und Mädchen den Rest des Camps aufbauen und einrichten konnten.
 Das bunte Zirkuszelt, die Tischtennisplatten und das Trampolin wurden aufgebaut, das große Aufenthaltszelt mit den Bastel-, Bücher- und Spieleschränken eingerichtet und natürlich wurde auch die Musikanlage aufgebaut.
 Als dann die Meute vom Spielplatz mit Aussichtsturm zurück kam, war alles betriebsbereit.
Nach dem Abendessen wurden alle zusammengerufen, die Betreuer wurden nochmal vorgestellt, und Olli erklärte noch ein paar Regeln und Abläufe.
 Anschließend wurde das Spielmaterial ausgiebig erkundet und benutzt, und alle spielten bis um 22 Uhr. Paulchen Panther verkündete, dass für heute wirklich Schluss ist.
 Neu ist in diesem Jahr, dass im Anschluss daran noch zwei Trompeter den Zapfenstreich blasen.
Mittlerweile ist die bunte Truppe schon toll zusammengewachsen und hat sich eingelebt und alle Heimwehattacken sind überstanden. Einige der älteren Jungs sagten sogar „wenn man hier ankommt ist das irgendwie wie nach Hause kommen“.
 Auch die Tatsache, dass niemand ein Handy mitnehmen durfte, stellt kein Problem dar. Es scheint fast so als würden die Kids das auch mal genießen.
Natürlich liefen auch schon diverse Aktionen. Beispielsweise die Stadtrallye am ersten Tag um Grömitz und die Umgebung kennen zu lernen. Hierbei fiel die Truppe auf der Strandpromenade durchaus auf. Beim Singen von Liedern oder Aufsagen von Schüttelreimen mit dem Mund voller Kakaopulver beispielsweise. Verwirrungen gab es allerdings gelegentlich weil parallel eine Gruppe aus Braunschweig eine sehr ähnliche Aktion in Grömitz organisiert hatte, aber es kamen trotzdem alle wieder da an wo sie hingehören.
 Auch bei der Aktion 1.001 Nacht hatten alle eine Menge Spaß. Beginnend damit dass alle Betreuer sich entsprechend verkleidet hatten. Dann wurden entsprechende Utensilien wie Ketten, Turbane und Wunderlampen gebastelt und am Nachmittag wurden diese Dinge und noch mehr dann bei Wettkampfspielen wie etwa mit dem fliegenden Teppich durch einen Hindernisparcours fliegen und Ähnliches benutzt.
Mittlerweile wurden auch schon viele von den Lenste-Kult-Bastelaktionen durchgeführt. Angefangen beim Gestalten von Stoffbeuteln (diese werden als große Kulturtaschen benutzt damit auf dem Weg zum Waschraum nicht immer die Hälfte verloren geht) über das Bemalen von Tassen bis hin zum Knoten von Schlüsselanhängern, Malen von Ansteckbuttons, Schleuderbildern und Perlentiere.
Auch die Lagertänze, es gibt in jedem Jahr einen Neuen, sind natürlich aus dem Programm des Camps nicht wegzudenken. Jeden Tag wird getanzt und jeden Tag wird die Tanzfläche vor Ollis Lagerleiterzelt voller. 
Natürlich gab es auch schon eine Disco in der Mehrzweckhalle. Zusammen mit den anderen Gruppen auf dem Platz wurde getanzt und gefeiert und es wurde sogar die Regel der Nachtruhe ein wenig gebeugt und es ging ein bisschen später ins Bett.
Auch die beliebten Game-Shows, meistens adaptiert von Fernsehshows, sind wieder Bestandteil des Programms. Die erste Folge von Groß gegen Klein wurde bereits gespielt und alle warten voller Spannung auf die Fortsetzung.
Wenn es mal kein Programm im Camp gibt heißt das natürlich nicht das Langeweile herrscht. Es gibt einen ganzen Container voller Spielmaterial, Bälle usw. Einen Schrank mit Büchern, Bastelmaterial und auch Gesellschaftsspielen. Den ganzen Tag wird Völkerball, Tischtennis, Tennis und Volleyball gespielt, das Kistenklettergerät ist täglich im Einsatz und Langeweile ist ein Fremdwort.
Nach mittlerweile einer ganzen Woche im Camp sahen natürlich auch einige Zelte nicht mehr so ganz aufgeräumt aus und mussten komplett aus- und aufgeräumt werden – Zeltparty heißt das hier in Lenste.
Auch so mancher Kofferinhalt ist nach einer Woche im Camp nicht mehr so ganz frisch und so wurde das gute Wetter bereits ausgenutzt um Wäsche zu waschen – natürlich mit dem Waschbrett.
Leider gab es auch bereits unschöne Momente. So ist die kleine Fiona beim Heraufklettern auf das Trampolin abgerutscht und hat sich den Fuß verknackst – ab ging es ins Krankenhaus und zurück kam der kleine Pechvogel mit nem dicken Gips und Krücken. Sie nahm es aber sehr tapfer und mit Humor: „Olli und ich haben im Wartezimmer erstmal ein bisschen geschlafen“ erzählte sie lachend.
Mittlerweile ist der Gips aber wieder ab und Fiona ist wieder mit Vollgas im Lager unterwegs.
Das für Mittwochabend angekündigte Unwetter entpuppte sich glücklicherweise nur als sehr lautes Gewitter und selbst dies verschliefen die meisten der Kinder.