Gutscheine für bessere Bildungschancen

Susanne Oventrop und Friedhelm Fischer freuen sich über den Gutschein, den Peter Deymann (rechts) mitgebracht hat. Foto: C. Borschel

Zum Umzug verschenkt der Studienkreis fünf Nachhilfegutscheine

Langenhagen (bo). Eine feste Instanz in der Stadt zieht um – fast 17 Jahre lang war der „Studienkreis Langenhagen“ im CCL zu finden. „Die Räume sind uns aber zu klein geworden, deswegen mussten wir umziehen“, erklärte jetzt Susanne Oventrop, Leiterin der Bildungseinrichtung. Und da man sich gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern über die neuen Räumlichkeiten am Marktplatz freuen will, hat der Studienkreis der Stadt Langenhagen fünf Gutscheine übergeben. Diese werden nun an Kinder weitergegeben, die das Angebot des Studienkreises sonst aus Kostengründen nicht wahrnehmen könnten. „Wir wissen, dass diese Gutscheine nur ein Topfen auf den heißen Stein sein können, verglichen mit der Anzahl der Kinder, die ebenfalls finanzielle Unterstützung und Lernhilfe benötigen“, sagt Peter Deymann, Gebietsleiter des Studienkreises für den Bereich Nord. „Aber immerhin gibt dies nun fünf Kindern die Chance, Hilfe zu erhalten und sich in der Schule zu verbessern.“ Bürgermeister Friedhelm Fischer nahm den Unterrichtsgutschein dankbar entgegen und wird ihn an den Sozialausschuss der Stadt weitergeben. Über den Fonds „Langenhagener helfen Langenhagenern“ wird der Gutschein dann weitergegeben. „Unsere Sozialarbeiter werden den Kontakt herstellen, sie wissen am besten, bei wem wirklich der Schuh drückt“, so Fischer.
Gleichzeitig übte er Kritik an den aktuellen Hartz-IV-Regelsätzen: „Man merkt immer wieder deutlich, dass die Regelsätze gerade für Kinder und deren Bildung absolut nicht ausreichend sind. Insofern ist ein derartiges Engagement sehr hilfreich.“
Rund 4.600 Euro sind die Gutscheine insgesamt wert; von ihnen werden nun also fünf Kinder ein halbes Jahr lang profitieren. „Eines ist klar: Die Namen der Kinder werden selbstredend diskret behandelt und nicht an die Öffentlichkeit dringen“, so Oventrop. Schließlich wolle man niemanden zur Schau stellen.