Handball für den guten Zweck

Die TSV Burgdorf – hier Torge Johannsen – will ihre Fans in Langenhagen mit packenden Torraumszenen begeistern.Foto: H. Staab

18. Januar: TSV Burgdorf trifft in der RKS-Sporthalle auf TuS Nettelstedt

Langenhagen (ok). Kirche und Handball – auf den ersten Blick sind keine Gemeinsamkeiten festzustellen. Die gibt es aber zumindest in der Region Hannover, denn seit August pflegen der Diakonieverband Hannover-Land und der Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf eine so genannte Sozialpartnerschaft, mit dem Ziel Einrichtungen des kirchlichen Trägers dauerhaft zu unterstützen. Lose und Karten wurden bei Bundesligaspielen bereits für den guten Zweck verkauft; jetzt soll es ein Charity-Spiel geben. Und zwar in Langenhagen, denn die Flughafenstadt hat nach Ansicht der Organisatoren ein hervorragendes und handballbegeistertes Publikum und mit der Sporthalle der Robert-Koch-Realschule und ihren knapp 600 Sitzplätzen eine adäquate Halle. Gegner wird am Dienstag, 18. Januar, ab 19 Uhr zum Auftakt der Rückrundenvorbereitung Ligakonkurrent TuS Nettelstedt sein.Übrigens die einzige Begegnung in der Testphase, die in der Region Hannover über die Bühne gehen wird. Ein Drittel der Einnahmen geht an den Förderkreis Jugendhandball der HSG Langenhagen, zwei Drittel an die Diakonie und die Langenhagener Projekte Familienzentrum „Emma und Paul“ und „Handwerkerservice“, der gerade älteren Menschen bei kleinen Reparaturen unter die Arme greift. „Wir haben bewusst zwei Langenhagener Projekte ausgewählt“, sagt Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes. Mit der Begegnung will die Diakonie Hannover-Land auch einen „Weg aus der Nische“ suchen, sich einem anderen Publikum als sonst präsentieren. Die Spieler der HSG Langenhagen unterstützen die Veranstalter am 18. Januar kräftig – so stellt die 1. Herren den Ordnungsdienst, die 1. Damen kümmert sich um das Kuchenbuffet, das aufgebaut wird. Der Kontakt der Diakonie in die Flughafenstadt ist übrigens über den Öffentlichkeitsreferenten der Diakonie, André Lang, zustande gekommen – selbst handballbegeistert und aktiv in Herrenhausen gewesen. „Ich habe gute Kontakte nach Langenhagen und weiß, dass es im Norden der Region viele Anhänger der TSV Burgdorf gibt.“ Mit diesem Spiel will der Erstligist dann natürlich auch für sich ein wenig die Werbetrommel rühren, hofft, dass noch mehr aus Langenhagen das eine oder andere Rückrundenspiel in der AWD-Hall verfolgen. Mit dem Gegner der TuS Nettelstedt-Lübbecke pflegen die Burgdorfer schon lange eine gute Beziehung, auch in Nettelstedt – dort hat jetzt Weltmeister Markus Baur als Trainer das Zepter in der Hand – gab es schon ein Benefizspiel zwischen den beiden Teams. Der Eintritt kostet für Erwachsene sechs Euro, für Jugendliche drei Euro. Der Gesamterlös des Abends geht in die drei Projekte, beide Teams verzichten auf Antrittsgelder, die Gäste aus Ostwestfalen übernehmen auch die Reisekosten selbst. Tickets gibt es im Vorverkauf beim Langenhagener ECHO an der Walsroder Straße, bei der Superintendentur am Kirchplatz, beim SCL an Leibnizstraße und natürlich an der Abendkasse. SCL-Geschäftsführer Klaus Klemp hofft genau wie TSV-Manager Georg Müller auf mindestens 300 Zuschauerinnen und Zuschauer, die für Stimmung beim Aufeinandertreffen der beiden Bundesligisten sorgen.